Einsatz im August geplant

Laser-Buggy checkt Radwege in Marl

Jährlich gibt die Stadt acht Millionen Euro für bessere Fahrradwege aus. Damit setzt sie den Radentscheid um. Auch Straßen.NRW saniert Marls Radwege - und prüft sie mit einer neuen Methode.
Ein Buggy ausgerüstet mit mehreren Kameras misst die Qualität der Marler Radwege. © Straßen.NRW

Im August setzt der Landesbetrieb dazu einen vierrädrigen Buggy ein. Er erfasst mit High-Tech-Lasern gezielt und systematisch die Radwege entlang von Bundes- und Landesstraßen. Für ihren Zustand ist Straßen.NRW nämlich verantwortlich. Im Juni startete der Buggy im Münsterland. Spätestens im August soll die Region Ruhr und damit Marl an der Reihe sein, sagt Öffentlichkeitsarbeiterin Nilgün Ulbrich.

So wird in Marl gemessen

Das Quad-ähnliche Fahrzeug untersucht Radwege an Bundes- und Landesstraßen, Bahntrassen sowie Radschnellwege. Mit Lasern tastet der kompakte Buggy die Strecke durchgehend ab und erstellt so ein Längsprofil des Radwegs. Kameras auf dem Dach machen alle fünf Meter Übersichtsaufnahmen. Eine senkrecht auf die Radwegoberfläche filmende Kamera am Heck des Fahrzeugs soll lückenlos Oberflächenschäden dokumentieren. Gemessen und fotografiert wird im laufenden Verkehr. Sperrungen von Radwegen sind in der Regel nicht vorgesehen.

Wenn die Erfassung abgeschlossen ist, analysiert ein Experten-Team des Landesbetriebs den Zustand der Radwege und plant die Instandhaltung. Schäden, die der Buggy entdeckt, sollen zügig behoben werden.

2020 hat Straßen.NRW den Radweg auf der Hertener Straße in Marl auf einer Länge von 1,3 Kilometern saniert. Da war der Buggy noch nicht im Einsatz.

Der Abend in Marl

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.