Protestaktion

Mahnwache gegen Zustände in der Flüchtlingsunterkunft in Marl

Initiativen der Flüchtlingshilfe protestieren gegen Zustände in der Zentralen Unterbringungseinrichtung am Lehmbecker Pfad in Marl.
Die Zentrale Unterbringungseinrichtung für Geflüchtete (ZUE) in Marl ist von hohen Zäunen umgeben. © Patrick Köllner

187 Bewohnerinnen und Bewohner sind aktuell nach Angaben der Bezirksregierung in Münster in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes NRW für Geflüchtete in Marl untergebracht.

Am Samstag, 27. November, wollen Flüchtlingsinitiativen und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer und -helferinnen auf dem Creiler Platz auf die aus ihrer Sicht „erbärmliche und menschlich unwürdige“ Unterbringung der Menschen aufmerksam machen. Sie laden um 12 Uhr zur Mahnwache am Bonhoeffer-Denkmal auf dem Creiler Platz ein.

Veranstalter sind der Asylkreis Haltern, Ehrenamtliche aus der Flüchtlingshilfe in Marl, das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt Haltern, die Initiative Marler Wege zum Frieden, die Wählergemeinschaft Die Grünen Marl und einzelne Unterstützer.

Die Kritik richtet sich grundsätzlich gegen die Einrichtung im ehemaligen Kreisgesundheitsamt an der Ecke Lehmbecker Pfad/Wiesenstraße in Marl-Drewer. Das Gebäude ist von einem hohen Zaun umgeben. Einlass gibt es nur über eine Schleuse, die vom Sicherheitsdienst kontrolliert wird. „Ehrenamtlich Helfende sind in der ZUE nicht willkommen“, betonen die Initiatoren der Mahnwache. Sie kritisieren auch, dass Geflüchtete bis zu zwei Jahre in der ZUE bleiben müssen, bis ihr Aufenthaltsstatus geklärt ist und sie einer Stadt zugewiesen oder abgeschoben werden.

Der Abend in Marl

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