Partnerstädte

Engländer zocken Kicker vom FC Marl ab: Endlich wieder Besucher in Marl

Ein Freibad haben sie in Pendle nicht mehr, aber dafür gute Kicker: Aus Marls Partnerstadt in England war erstmals seit der Corona-Pause wieder Besuch zu Gast. Für sie gab es eine Überraschung.
Beide Teams begegneten sich unter dem Motto „No limits to fair play“.
Beide Teams begegneten sich unter dem Motto „No limits to fair play". © Stadt Marl

Was lange nicht möglich war, konnte endlich wieder stattfinden: ein Besuch aus Marls englischer Partnerstadt Pendle. Vier Tage lang war das U21-Team des Fußballclubs Colne F.C. aus der Partnerstadt zu Besuch. Unter dem Motto „No limits to fair play“ lernten die jungen Engländer gleichaltrige Kicker des FC Marl kennen und erlebten ein buntes Programm. Der Höhepunkt war ein Freundschaftsspiel.

Bürgermeister Werner Arndt, dem die Kontakte zu den Partnerstädten sehr am Herzen liegen, begrüßte die Spieler persönlich: „Ich freue mich sehr über diese erste Städtepartnerschaftsbegegnung seit Corona. Gerade jetzt, wo Krieg in der Ukraine herrscht, ist es wichtig, dass wir einander begegnen und jungen Menschen Europa erlebbar machen.“ Im Rahmen seiner Begrüßung dankte der Bürgermeister dem Städtepartnerschaftsverein Marl-Creil-Pendle, der die Begegnung gemeinsam mit der Stadt Marl möglich gemacht hatte.

Abkühlung im Guido kommt gut an

Aufgrund der Hitze lernten sich die Jugendlichen am Freitag nicht beim Training auf dem Platz, sondern bei einer Abkühlung im Guido-Heiland-Bad kennen. Eine besondere Überraschung für die Jungen aus England, „denn in Pendle gibt es kein Freibad mehr“, so Trainer Peter Ellis.

Am Sonntag fand mit dem Freundschaftsspiel auf der Triple X-Anlage das Highlight der städtepartnerschaftlichen Begegnung statt. Am Ende der zweiten Halbzeit stand im Spiel des Colne F.C. gegen die vereinten Kräfte von A- und B-Jugend des FC Marl ein klares Ergebnis fest: 10:2 für die Gäste aus Pendle. „Die Jungs haben das Spiel verdient gewonnen“, nickt Claus Lanczek, Vorsitzender des FC Marl 2011, der das Projekt tatkräftig unterstützt hat.

Bürgermeister Werner Arndt gesellte sich auch am Montag beim Besuch auf der Feuerwache dazu, um die englischen Gäste persönlich zu verabschieden.
Bürgermeister Werner Arndt gesellte sich auch am Montag beim Besuch auf der Feuerwache dazu, um die englischen Gäste persönlich zu verabschieden. © Stadt Marl

Bevor es am Montag zurück nach England ging, stand noch ein Besuch in der Feuerwache auf dem Programm. Dort konnten die Gäste unter anderem einen Blick in die Fahrzeughalle und die Einsatzzentrale werfen. Der aktuelle B1-Lehrgang der Feuerwehr demonstrierte bei einer Einsatzübung, wie eine Person nach einem Unfall aus einem Auto befreit wird. Für die Kicker aus Pendle gab es dabei viel zu sehen. Wer wollte, konnte sich selbst an dem schweren Rettungswerkzeug probieren.

„Hoffentlich keine Eintagsfliege“

„Das war aufregend“, fand Charlie Wyld, einer der englischen Fußballer. Er konnte in Marl seinen 18. Geburtstag feiern und war begeistert von der Gastfreundschaft, die ihm und seinen Teamkameraden zu Teil wurde. „Jeder hier ist unglaublich freundlich und es hat wirklich Spaß gemacht.“

Ingrid Heinen, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, zog ein durchweg positives Resümee: „Alle Erwartungen wurden übertroffen und wir wünschen uns, dass diese Begegnung keine Eintagsfliege bleibt.“

Der Abend in Marl

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