Ukraine-Krieg

Marl braucht Plätze für Vertriebene – Diese Lösung gab es schon einmal

Als 2015 Flüchtlinge aus Syrien und anderen arabischen Länder nach Marl kamen, musste die Stadt kurzfristig neue Unterkünfte bereitstellen. Jetzt sollen wieder neue Plätze geschaffen werden.
Zwei Jahre lang wurden Wohncontainer am Hellweg – hier ein Treppenaufgang in den ersten Stock – als Unterkünfte für Geflüchtete genutzt. Jetzt werden wieder Plätze in Marl benötigt.
Zwei Jahre lang wurden Wohncontainer am Hellweg als Unterkünfte für Geflüchtete genutzt. Jetzt werden wieder Plätze in Marl benötigt. © Archiv

2016 bezogen Flüchtlinge die von der Stadt Marl am Hellweg in Marl-Polsum aufgestellten Wohn-Container. In der Hellweg-Initiative kümmerten sich viele Polsumer ehrenamtlich um die Neuankömmlinge in ihrem Stadtteil. Im Mai 2018 zogen die letzten Bewohner aus – der Zustrom der Asylsuchende war deutlich geringer.

Jetzt bereitet sich die Stadt Marl erneut darauf vor, mit Containern am Friedhof in Polsum zusätzliche Unterkünfte für Geflüchtete zu schaffen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steigen die Zahlen wieder. Laut Verteilschlüssel

der Bezirksregierung Arnsberg muss Marl unter Anrechnung der Zentralen Unterkunft des Landes am Lehmbecker Pfade (ZUE) 796 Personen aufnehmen. Angekommen sind 676 Menschen. (Stand 17. Juni)

Zwei Sporthallen mit insgesamt 120 Betten sind vorbereitet. Diese Unterbringungs-Kapazitäten reichen nach Angaben der Stadt für ca. einen weiteren Monat. Außerdem werden Wohnungen angemietet.

Um noch mehr Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen, sollen wieder Wohncontainer am Hellweg erfolgen.

Die Verwaltung hat eine Kostenschätzung von 700.000 Euro für Miete inkl. Baunebenkosten für zwei Jahre vorgelegt. Da Vertriebenen aus der Ukraine seit 1. Juni in die Zuständigkeit des Jobcenters fallen können diese Kosten über die Zuwendungen für Unterkunft und Heizung zurück in die Stadtkasse fließen.

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