Peter Kurth, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE), steht vor Mülltonnen.
Die Sortieranlage für Leichtverpackungen im Chemiepark Marl ist nicht sinnlos, sondern hocheffizient. Davon ist Peter Kurth, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE), absolut überzeugt. © picture alliance/dpa
Müllsortierung in Marl

Die „Recyclinglüge“ – gilt das auch für die Anlage im Chemiepark Marl?

Eine ARD-Dokumentation stellt den Sinn der Plastikmüllsortierung infrage. Branchen-Präsident Peter Kurth spricht im Gespräch mit unserer Zeitung von einer „Hetzkampagne“, sieht aber Handlungsbedarf.

Die „Recyclinglüge“ – das ist der Titel einer ARD-Dokumentation, die in diesen Tagen für erhebliches Aufsehen sorgt. Sie stellt vor allem das Kunststoff-Recycling über die Gelbe Tonne grundsätzlich infrage – und auch Anlagen wie die riesige Müllsortieranlage von Alba/Interzero im Chemiepark Marl. Die Botschaft der Doku: An Standorten wie Marl wird mit Millionenaufwand perfekt sortiert, Recycling-Konzerne verdienen sich damit eine goldene Nase, doch am Ende landet viel zu viel Kunststoff doch in der Verbrennungsanlage, auf illegalen Mülldeponien im Ausland oder schwappt in den Mangrovenwäldern der Dritten Welt.

„Wir müssen Verpackungen einheitlicher machen“

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1963, In Marl-Lenkerbeck geboren und aufgewachsen, in Münster studiert, dann zurück nach Marl. Seit 31 Jahren im Dienst des Medienhauses Bauer. Jetzt zurück in der Marler Lokalredaktion. Verheiratet, zwei Kinder, leidenschaftlicher Radfahrer, interessiert an den Menschen vor Ort.
Zur Autorenseite

Der Abend in Marl

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.