Jahresrückblick 2021

Marl: Streit um Parkplätze sorgt immer wieder für Aufregung

In Marl kann das Abstellen eines Autos auf einem Parkplatz an einigen Stellen teuer werden. Ein besonders dreister Fall landete in diesem Jahr sogar im Fernsehen und mehrfach vor Gericht.
Auf diesem Platz wird das Parken teuer. © SYSTEM

Viele Autofahrer können ein Lied davon singen: Die Suche nach einem Parkplatz kann nicht nur lange dauern, das Abstellen des Fahrzeugs kann auch teuer werden. Aktuellster Fall ist Kaufland in Hüls. Ende November bemerkte ein Leser unserer Zeitung einen Zettel auf seiner Windschutzscheibe. Darauf zu lesen war der Hinweis, dass er beim nächsten Besuch bitte per Parkscheibe seine Ankunftszeit einstellen soll. Sonst droht ein Bußgeld von 20 Euro. Immerhin bleiben zwei Stunden Parken kostenlos.

Riegel vorgeschoben

Konsequenter verhielt sich der Eigentümer eines Grundstücks an der Martin-Luther-Straße in Brassert. Darauf parkten regelmäßig bis zu 40 Autos. Bis Oktober, dann sperrte er das Gelände ab. Hintergrund: Umweltsünder luden leider oft Sperrmüll ab. Außerdem stellte der Eigentümer eine Bauvoranfrage bei der Stadt. Die Parkplätze dürften wohl dauerhaft wegfallen.

Gericht urteilt: sittenwidrig

Weggefallen ist auch das umstrittene „Erziehungsgeld“ von 30 Euro. Das verlangte der Eigentümer eines Privatgeländes an der Schillerstraße 85 bis 87 von Autofahrern ohne Mietvertrag für seine Stellplätze. Seit Herbst 2019 ging das so. Das Amtsgericht Marl urteilte bereits 2020 „sittenwidrig“, was das Landgericht Essen im Juli dieses Jahres bestätigte. Der Fall schaffte es im Februar sogar in die TV-Sendung „Achtung, Abzocke!“ auf Kabel eins.

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