Wilhelm-Raabe-Schule in Marl: Turnhalle wird zur Unterkunft für Vertriebene

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Vor der Turnhalle der Wilhelm-Raabe-Schule parken Autos.
Die Turnhalle der Wilhelm-Raabe-Schule am Bachackerweg in Marl wird ab Anfang September zur Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete und Vertriebene aus der Ukraine. © Patrick Köllner
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210.000 Euro stellt Kämmerer Michael Dinklage zusätzlich in den Haushalt der Stadt Marl ein. Im Haupt- und Finanzausschuss müssen Marls Ratspolitiker diese Ausgabe am Donnerstag absegnen. Das Geld ist vorgesehen, um einen Sicherheitsdienst in der Sporthalle der Wilhelm-Raabe-Schule am Bachackerweg zu bezahlen, die als Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete dienen wird. Er wird an sieben Tagen in der Woche entsprechend der gesetzlichen Vorgaben für den Brandschutz im Einsatz sein.

Stand Montag, 8. August, waren in Marl 658 Geflüchtete und Vertriebene aus der Ukraine bei der Stadt gemeldet, 258 von ihnen sind minderjährig. Die Zahl ergibt sich aus den Zuweisungen und Meldungen bei den Sozialbehörden. Seit 1. Juni haben Geflüchtete aus der Ukraine Ansprüche auf Sozialleistungen nach dem SGB II (Hartz IV) und dem SGB XII (Hilfen zum Lebensunterhalt). Menschen, die privat untergekommen sind und keine Hilfe benötigen, sind nicht erfasst, wenn sie sich nicht melden.

Sozialdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe hofft, dass die Unterkunft Anfang September in Betrieb geht, weil der Stadt mehr Vertriebene zugewiesen werden.

Schon beim Flüchtlingszustrom 2015 wurde die Turnhalle der Wilhelm-Raabe-Schule als Gemeinschaftsunterkunft genutzt, in der damals ausschließlich junge Männer unterkamen.