Kurs-Programm

Marler Kinder lernen den Umgang mit der Natur

Erstmalig bietet der Verein Stadttiger Marl ein Ferienprogramm für Kinder an. Zwei unterschiedliche Kurse stehen auf dem Plan.
Als Natur-, Wald- und Erlebnispädagoge aktiv: Olaf Alitz aus Marl. © Kein_Verkauf

Naturnah etwas fürs Leben lernen: Das können Marler Kinder bei Stadttiger Marl. Der Verein stellt erstmalig ein Ferienprogramm für Kinder von 8 bis 14 Jahren auf die Beine.

Stadttiger Marl ist ein noch junger Verein, hat sich erst im September 2020 gegründet. „Derzeit haben wir 22 Mitglieder, Tendenz steigend“, sagt Olaf Alitz, der als Natur-, Wald- und Erlebnispädagoge tätig ist. Alitz engagiert sich bereits seit vielen Jahren bei den Stadttigern Recklinghausen, hatte als Standort für naturnahe Kurse fünf Jahre lang das ehemalige Hirschgehege im Stadtgarten gepachtet. Der Vertrag lief Ende des vergangenen Jahres aus und wurde nicht verlängert.

„Der Standort ist ein Geschenk Gottes“

Dafür hat Olaf Alitz, ein gebürtiger Marler, ein passendes Gelände in Marl gefunden: einen ehemaligen Kindergarten auf dem Merkelheider Weg 197. „Der Standort ist wahrlich ein Geschenk Gottes“, meint Olaf Alitz mit einem leichten Augenzwinkern.

Schließlich hat der Verein das Objekt von der evangelischen Stadt-Kirchengemeinde gepachtet. „Ein Pachtvertrag soll im nächsten Jahr folgen“, sagt Olaf Alitz. An das große Gebäude, das derzeit überwiegend als Lagerraum genutzt wird, schließt sich ein größeres Waldstück an.

Gemeinnütziger Verein wurde im Sommer 2020 gegründet

Der Verein ist ein Zusammenschluss verschiedener Menschen mit einem Ziel: Die Erhaltung unseres Planeten. „Der Themenschwerpunkt ist schon Natur, aber auch Kunst und Kultur stehen auf dem Plan“, betont Olaf Alitz.

Und fügt hinzu: „Wir sind ein gemeinnütziger Verein mit dem Schwerpunkt Natur-, Wald- und Umweltpädagogik. Der Verein hat sich im Sommer 2020 aus einer Reihe engagierter Menschen herausgebildet, die sich der Natur besonders verbunden fühlen und dies in verschiedenen Kursen und Workshops an Interessierte weitergeben möchten.“

Zwei Bienenstöcke sind in Planung

Irgendwann soll auf dem Gelände ein Vereins-Café entstehen, als Treffpunkt nicht nur für Vereinsmitglieder, sondern auch für Nachbarn. „Wir wollen ein lebendiger Verein sein“, betont Olaf Arlitz. Dazu würde auch biologisches Gärtnern gehören. „Für das nächste Jahr sind zwei Bienenstöcke in Planung“, sagt Olaf Arlitz.

Olaf Alitz hat schon früher ein Sommerprogramm für Kinder in Recklinghausen auf die Beine gestellt. Und in diesem Jahr läuft ein Pilotprojekt in Marl.

Rund-um-die-Uhr-Betreuung bei den „Wilden Kindern“

Zweimal bietet der Marler den Kurs „Wilde Kinder“ an: vom 19. bis 23. Juli sowie vom 26. bis 30. Juli. Das ist eine Art Abenteuer-Urlaub in der Wildnis. Der gebürtige Marler zeigt Kindern und Jugendlichen, dass sie auch prima ohne Fernseher oder Playstation auskommen können.

An allen Tagen gibt‘s für mindestens zehn bis maximal 20 Kinder eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. „Übernachten ist nicht zwingend. Wir werden aber auch Zelte aufstellen“, sagt Olaf Alitz. Die Kinder lernen beim Schnitzen den Umgang mit einem Messer, bauen eine hochgelegte Feuerstelle und erlernen verschiedene Feuertechniken.

Ein Quadratmeter Pizza für die Kinder

„Dadurch erlernen sie einen sicheren Umgang mit dem Feuer“, sagt Olaf Alitz. Jeder Teilnehmer soll zudem kochen – „Sei es Stockbrot oder ein Quadratmeter Pizza“, wie Olaf Alitz meint. Niedrigseilgarten, Seilbahn oder Schaukeln bieten den Kindern Raum zum Toben.

Im gleichen Zeitraum gehen zwei Kunst-Kurse über die Bühne für sieben bis maximal 15 Kinder. Kursleiter ist Mate (Matthäus Wywiol), ein Freier Künstler der Kunstholschule Enschede. Die Kinder erlernen verschiedene Malstile wie Graffiti, Street-Art oder Comic. Infos gibt‘s auf der Homepage der Stadttiger Marl.

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