Schutzangebot für junge Menschen in Marl

Mehr als 250 Kinder und Jugendliche machen Schulausflug zum Impfen

Transport per Shuttle-Bus: Auch Mädchen und Jungen aus Marler Schulen haben in der Coronavirus-Pandemie am Donnerstag das zusätzliche Angebot im Impfzentrum Recklinghausen angenommen.
Allerhand Betrieb auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen: Auch Schülerinnen und Schüler aus Marl sind zum Impfzentrum des Kreises gebracht worden. © Meike Holz

Im Ausschuss für Schule und Sport war es am Mittwochabend spruchreif: Mehr als 250 Kinder und Jugendliche aus Marler Schulen haben sich für ein zentrales Impfangebot in Recklinghausen angemeldet. Einen Tag später, am Donnerstag, ist das Ganze im Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz über die Bühne gegangen.

Aus dem Katalog der Coronavirus-Schutzmaßnahmen

Impfungen von Schülerinnen und Schülern im Alter von 12 bis 17 Jahren sind nicht ohne Not initiiert worden – sie sind ein Werkzeug unter den Coronavirus-Schutzmaßnahmen, um den Schulbetrieb für alle sicherer zu gestalten. Lüftungsanlagen in Klassenräumen sind ein anderes Stichwort, Schließungen möchte kein Mensch mehr haben.

Das Land NRW drängt auf gezielte Zusatz-Impfangebote. „Wir fahren zweigeleisig: Mit Vor-Ort-Einsätzen mobiler Teams und Terminen im Impfzentrum“, erläutert Lena Heimers, Pressesprecherin des Kreis Recklinghausen. Bis 8. September läuft ein Impfprogramm für Schüler aus den Kreisstädten auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Recklinghausen.

Die Impfaktion für Interessenten aus Marler Schulen steht in einer Reihe mit offenen Angeboten auch für andere Altersgruppen. „Wir gehen auf Menschen zu und warten nicht darauf, dass sie zu uns kommen“, hat Dezernent Michael Bach, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, zum Ansatz dezentraler Impfangebote im Marler Stern und in der Siedlung Am Alten Sportplatz erklärt.

Zurück zur Schüler-Impfung: Um sie nebst Lehrern zuverlässig ins Impfzentrum Recklinghausen zu bringen, hat die Stadt die Vestische mit ins Boot genommen. Die Pädagogen stellen neben der Betreuung auch Identitäten sicher, Kinderausweise haben kein Foto.

Extra-Fahrplan der Vestischen

Das ÖPNV-Unternehmen in Herten hat einen Extra-Fahrplan entworfen. An der Martin-Luther-King-Gesamtschule wurden 69 Impf-Aspiranten abgeholt. Willy-Brandt-Gesamtschule: 40. GiL: 50, Katholische Hauptschule: 10, ASGSG: 55, Heinrich-Kielhorn-Förderschule: 11, Ernst-Immel-Realschule: 40.

„Wir kommen gerne unserer gesellschaftlichen Verantwortung nach und unterstützen Kreis und Kommunen selbstverständlich im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie“, macht Vestische-Pressesprecher Christoph van Bürk deutlich.

Gleichwohl: Umsonst kann das öffentliche Verkehrsunternehmen nicht fahren. Es muss sich stets Wirtschaftlichkeitsfragen der Gesellschafter – wie dem Kreis RE – stellen. Anderen Städten wurde bereits signalisiert, dass sich das Land NRW nicht an Fahrtkosten beteiligt. „Sollte es so sein, stehen wir dazu. Für uns ist es wichtig, Schulen auch auf diesem Weg zu entlasten“, so Daniel Rustemeyer vom Presseamt der Stadt Marl.

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