Glückwünsche zurückgewiesen

Robert Heinze verpasst den Einzug in den Bundestag knapp

Überraschend zieht Robert Heinze doch nicht für die heimische FDP in den Bundestag ein - erst am Montagmorgen stand es fest. Das sind die Gründe.
FDP-Kandidat Robert Heinze und Ehefrau Ilse verfolgen am Sonntag im Kreis ihrer Parteifreunde die Hochrechnungen. © Ralf Deinl

Die Freude über das bundesweit gute Ergebnis der FDP währte nur eine Nacht. Überraschend zieht der Marler Robert Heinze, Kandidat des Wahlkreises 122, doch nicht in den Bundestag ein – wegen des schlechten Ergebnisses der NRW-FDP.

In jedem Land haben die Liberalen eine Liste aufgestellt. Das Bundesergebnis wird auf die Ergebnisse der Landesverbände umgerechnet. Da die NRW-FDP bei dieser Bundestagswahl unerwartet 1,5 Prozent verloren hat, reicht der Listenplatz 23 für Robert Heinze nicht mehr: „Hätten wir das Ergebnis von 2017 gehalten, wäre ich in den Bundestag gekommen“, sagt der 65-Jährige.

Schwächelnder Landesverband

Bis kurz vor Mitternacht hatte er mit den Liberalen in der Gaststätte Fornarina gefeiert. Dass er kein Mandat bekommen hat, erfuhr Robert Heinze erst am heutigen Montag: „Dass die FDP in NRW so schwächelt, hatte niemand im Blick. Jetzt müssen wir uns anschauen, warum es nicht gut gelaufen ist.“ Leider musste der Marler heute sogar Glückwünsche zurückweisen. Eines stehe aber fest: Der FDP-Kreisverband werde nicht aufgeben und in vier Jahren wieder einen Kandidaten oder eine Kandidatin aufstellen, damit er nach 47 Jahren wieder im Bundestag vertreten ist.

Jetzt wird sich Robert Heinze auf seine Arbeit als Fraktionsvorsitzender der FDP im Marler Rat konzentrieren. Zu tun gibt es auch hier genug.

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