Unterstützung gesucht: Angeltag für Kinder

Schwerkranke kleine Patienten gehen mit erfahrenen Fischern ans Wasser

Marler Raubfisch-Fans wollen Familien mit schwerkranken Kindern, die ihnen von der Stiftung Universitätsmedizin Essen vermittelt werden, ein Naturerlebnis vermitteln.
Timo Wagner, hier mit einem stattlichen Zander aus dem Kanal, ist leidenschaftlicher Angler von Kindesbeinen an. © Privat

Timo Wagner möchte mit Angelkollegen Familien mit kranken Kinder einen schönen Tag im Freien bereiten. Zehn erkrankte Kinder, Geschwister, Mütter und Väter können am 23. Oktober einen Tag lang in der Forellenteichanlage Quellengrund in Reken Flossenträger auf die Schuppen legen.

„Wir zeigen, wie es geht“, kündigt Wagner an, dass niemand beim Knotenknüpfen oder Anködern alleingelassen wird. Und die Angeln dürfen die Kinder hinterher auch behalten. Nur: Ein wenig handfeste Unterstützung in Form von Naturalien fürs gemeinsame Essen kann er noch gut gebrauchen.

Mit der Angelpassion tatkräftig Hilfe leisten

Zum Hintergrund: Schon einmal hat die Marler Zeitung über Timo Wagner und sein Anliegen berichtet. „Ruhrpott Predator Crew“ heißt der Klub, in dem er mitmischt. Klingt klangvoll, steht aber schlicht für eine Anglergruppe, die sich auf Raubfische – Hecht, Zander, Barsch – spezialisiert hat.

Angeln ist Wagners Welt, wenn der 39-Jährige mit seiner Passion auch noch helfen kann – umso besser. 4700 hat der Marler zuletzt mit einer Benefiz-Angelaktion erlöst, die der Stiftung Universitätsmedizin Essen zugutegekommen sind.

Dort kann man Spenden gut gebrauchen. Nicht alles, was für schwerkranke Kinder und kleine Krebspatienten gut wäre, ist von der Grundversorgung abgedeckt. Für z.B Kunst- und Musiktherapie, Klinik-Clowns oder Spielsachen – aber auch für Forschungsprojekte – sind Spenden hochwillkommen.

Bescheidene Bitte um Lebensmittelspenden

Nun also ein gemeinsames Fischen. „Wir wollen Stockbrot backen, Würstchen grillen. Leider sind uns Sponsoren, mit denen wir vor Corona zusammenarbeiten durften, weggebrochen“, berichtet Wagner. Pavillons haben wir, Grills sind auch da, aber an Würstchen, Ketchup, Senf, Getränken undsoweiter kommt schon was zusammen.“ (Kontakt: timo@ruhrpott-predator-crew.de)

Nicht am Rande geht es Wagner auch um die Vermittlung von Naturlerlebnis und Respekt vor der Kreatur: Kein Tiere ist ein „Spielzeug“, weder Schnitzel noch Fischstäbchen „wachsen“ in einer Supermarkt-Kühltruhe. Wer also Fleisch oder Fisch essen möchte, muss sich damit auseinandersetzen, dass dafür Tiere getötet werden. Kindern – aber auch Erwachsenen – ist das Verständnis dafür verlorengegangen. Wer keine Demut mehr kennt, wirft Lebensmittel eher weg, als jemand, der Zusammenhänge kennt.

Zurück zum Angeltag: Natürlich es für Kinder aufregend, wenn sich eine Forelle den Wurm oder die Made schnappt. Man spürt, dass sich am Ende der Schnur etwas tut, irgendwann taucht ein silberglänzender Fisch aus dem grünen Wasser auf. Dafür, dass es waidgerecht zugeht und der Fang ordnungsgemäß versorgt werden, sorgen Timo Wagner und sein Angelkumpel André Swienty.

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