Seit einer Woche kein Corona-Patient mehr

Redaktionsleiterin
In der Paracelsusklinik dürfen Patienten ab 1. Juni wieder Besuch empfangen. © Klinikum Vest
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Seit mehr als einer Woche haben die Paracelsus-Klinik am Lipper Weg und das Knappschaftskrankenhaus in Recklinghausen keinen Corona-Patienten mehr stationär behandeln müssen – zum ersten Mal in diesem Jahr, wie Kliniksprecher Florian Bury betont.

Aus Angst vor Infektionen nicht zur Vorsorge

Jetzt ruft der ärztliche Direktor auf, aufgeschobene Arzt- und Krankenhausbesuche nachzuholen. „Wir haben in den vergangenen Monaten

leider häufig erlebt, dass Menschen aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus den Gang ins Krankenhaus aufgeschoben haben. Dadurch wurden Vorsorgen vernachlässigt und ernsthafte Erkrankungen zum Teil erst sehr spät entdeckt. Die aktuell sinkenden Inzidenzzahlen und laufenden Lockerungen sollten noch einmal ein wichtiges Signal dafür sein, jetzt an die eigene Gesundheit zu denken“, unterstreicht Prof. Dr. Hans-Georg Bone.

Patienten dürfen wieder Besuch empfangen

Dass sich die Corona-Lage derzeit entspannt, ist auch im Klinik-Alltag spürbar.

So dürfen Patienten seit Anfang Juni wieder einmal täglich Besuch empfangen. Seit dieser Woche ist das Café am See wieder geöffnet. „Wir sind wirklich froh,

unseren Patientinnen und Patienten wieder ein Stück weit Normalität ermöglichen zu können. Diese positiven Einflüsse sind für den Gesundungsprozess nicht zu

unterschätzen“, so Professor Bone.

Online-Angebote fortführen

In den letzten Monaten wurden am Klinikum Vest aus der Not heraus viele kreative Lösungen entwickelt, um pandemiekonforme Kontakt- und Informationsmöglichkeiten zu schaffen. Was sich bewährt hat, soll auch weiter angeboten werden, zum Beispiel digitale Patientenbesuche via Tablet oder Online-Seminare zu verschiedensten medizinischen Themen.

Infektionsschutz bleibt wichtig

Trotz sinkender Inzidenzzahlen setzt das Klinikum Vest weiter auf einen umfassenden Infektionsschutz. Wer als Besucher ins Haus kommt, wird vorab getestet oder ist geimpft. Patienten und Mitarbeiter werden regelmäßig getestet. Die Beschäftigten sind zum Großteil bereits doppelt geimpft.

Dr. Jens Geiseler, stellvertretender ärztlicher Direktor und

Chefarzt der Lungenfachklinik betont: „Wir müssen auf der Hut sein und die einschlägigen Empfehlungen der Wissenschaft ernst nehmen. Das heißt, vor allem in geschlossen Räumen mit schlechter Luftzirkulation, eine konsequente Beachtung der AHA+L-Regeln und die unveränderte Fortsetzung der Impfkampagne.“

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