Umweltaktion - mit Video

Stadt Marl lässt sich auf Klimawette ein

Unter dem Motto „Kickt die Tonne“ fordert eine bundesweite Initiative Marler Bürger zum CO2-Sparen auf.
Mit Boxhandschuhen gegen eine "Tonne CO2": Dr. Michael Bilharz (Initiator der Klimawette) und Brigitte Heermann (Leiterin des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit). © Patrick Köllner

Auf seiner knapp 6000 Kilometer langen Rundreise durch Deutschland machte Dr. Michael Bilharz mit seinem Lastenfahrrad jetzt auch in Marl Station. Bilharz ist Vorstandssprecher der Initiative „3 fürs Klima“. Die möchte bis zur nächsten Weltklimakonferenz Anfang November in Glasgow eine Million Menschen dazu überreden, zusammengerechnet eine Million Tonnen CO2 einzusparen. Gemessen an der Einwohnerzahl wären das in Marl 1261 Tonnen. Ob das Ziel erreicht wird, bleibt abzuwarten. Die Stadt Marl nahm darüber jedenfalls eine Wette an. Bei Erfolg pflanzt die Stadt zehn Bäume am Stadthaus 1.

Einfach machen

Michael Bilharz trägt die Aktion und die damit verbundenen Wetten auf seiner Tour in 200 Städte. Das Prinzip erklärt er so: „Bei einer Wette geht es ja auch darum, sich Dinge einfach mal zu trauen.“ Das könne ein kleiner Sprung über einen Bach sein – oder eben das Einsparen einer Tonne CO2. Brigitte Heermann, Leiterin des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit, nahm die Wette im Namen der Stadt Marl zuversichtlich an. „Die Wette ist anspruchsvoll und eine echte Herausforderung, die wir nur gemeinsam meistern können“, sagt Brigitte Heermann. Darum bittet sie alle Marlerinnen und Marler, sich an der Aktion zu beteiligen.

Eine große Hilfe wäre beispielsweise die Teilnahme beim Stadtradeln, das am Sonntag, 29. August, startet (wir berichteten). Dabei legten Marls Radler im Vorjahr imposante 107.065 Kilometer zurück, was eine CO2-Ersparnis von 16 Tonnen bedeutete.

Tipps auf der Webseite

Wer unsicher ist, auf welche Weise man CO2 vermeiden kann, findet auf der Internetseite der Initiative viele Tipps. „Wir zeigen auf, welche Möglichkeiten jeder hat, die nächste Tonne CO2 schnell und wirksam einzusparen,“ teilt Michael Bilharz mit. Eine Empfehlung ist beispielsweise der Tausch des Duschkopfs gegen ein Klimaschutzmodell mit Whirlpool-Effekt. Denn: Bei einer Duschzeit von zehn Minuten würde so viel warmes Wasser verbraucht, wie bei einem Bad in der Wanne. Aufs Jahr gerechnet entstünden durch die Wassererhitzung etwa 380 Kilo CO2. Durch neue Duschköpfe ließen sich 150 Kilo CO2 und 80 Euro einsparen, heißt es auf der Webseite. Aber auch ein LED-Lampentausch, ein fleischfreier Monat oder der Verzicht auf das Auto für den Weg zur Arbeit helfen dem Klima.

Wie nehme ich teil?

Mitmachen ist über die Website www.dieklimawette.de auf zwei Wegen möglich. Zunächst kann man selbst CO2 sparen und für die Klimawette erfassen. Oder aber man unterstützt Klimaschutzprojekte von gemeinnützigen Kompensationsdienstleistern durch eine Spende. Schirmherr der Klimawette ist der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dirk Messner.

Der Abend in Marl

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt