Kein Erfolg für Petition einer Marlerin

Tempo 30 ist nur auf Teilen der Schillerstraße möglich

Nur auf einem Teil der Schillerstraße in Alt-Marl will die Stadt eine Tempo-30-Zone einrichten. Auf der kompletten Straße sei dies nicht möglich. Politiker zeigten sich enttäuscht.
Wer die Schillerstraße an der Kreuzung Kaspar-Grove- und Garmannstraße überqueren möchte, muss besonders aufpassen. Ampeln oder Zebrastreifen gibt es hier nicht. © Patrick Köllner

Die Stadt Marl will weiter an Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern Tempo-30-Zonen einrichten. An 57 von 78 möglichen Standorten in Marl ist dies bereits geschehen. Die Stadtverwaltung legt die Stellen mit der Arbeitsgruppe Unfallverhütung fest, in der auch Politik und Polizei vertreten sind.

Geprüft werden bis zum Jahresende weitere 15 Standorte. Auch die Schillerstraße. Hier hatte die CDU beantragt, zu prüfen, inwieweit die Straße in ganz Alt-Marl auf Tempo 30 begrenzt werden kann. Das hatte Anwohnerin Britta Skupien in einer Online-Petition gefordert. Ihre Aktion fand im Internet 331 Unterstützer.

Politik enttäuscht

Komplett – von der Breite Straße bis zur Hervester Straße – sei Tempo 30 nicht möglich, erklärte die Stadtverwaltung nach eingehender Prüfung. Für ein Tempo-Limit von 30 km/h muss immer ein konkreter Grund vorliegen, der einer gerichtlichen Überprüfung standhält – zum Beispiel Unfallhäufungen, Gefährdungen und starke Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Nun wird am Seniorenzentrum Alte Feuerwache zwischen St. Georgs-Kirche und der Straße „In den Gärten“ Tempo 30 eingerichtet. Der Kindergarten St. Georg in der Kaspar-Grove-Straße befindet sich bereits in einer Tempo 30-Zone. Einzelne Politiker von der CDU bis zu den Grünen zeigten sich im Hauptausschuss enttäuscht. Sie hatten sich mehr erhofft.

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