Landgericht Essen

Tochter missbraucht: Vater muss ins Gefängnis

Ein Vater aus Marl ist am Essener Landgericht verurteilt worden. Was er getan hat, hat die Richter wütend gemacht.
Konnte den Angeklagten doch noch zu einem Geständnis bringen: Verteidiger Dr. Norbert Drees. © Jörn Hartwich

Das kleine Mädchen war erst acht Jahre alt, als es das erste Mal sexuell missbraucht wurde. Der Täter war der eigene Vater. Jetzt ist der Mann aus Marl-Drewer verurteilt worden.

Die Richter am Essener Landgericht haben vier Jahre und zehn Monate Haft verhängt und auch bei der Urteilsverkündung deutliche Worte gewählt. „Das war doch ihre eigene Tochter, ihr eigenes Kind“, hieß es mehrfach in Richtung des Angeklagten.

Die Strafe wäre wahrscheinlich noch höher ausgefallen, hätte Verteidiger Dr. Norbert Drees den Angeklagten nicht doch noch überzeugen können, vor Gericht ein Geständnis abzulegen. Vorher hatte der 37-jährige Angeklagte immer nur drumherum geredet und von Turnübungen gesprochen.

Albträume nach erster Aussage

Durch die Wende im Prozess war der Schülerin schließlich doch noch eine Aussage vor Gericht erspart geblieben. Die Mutter hatte zuvor erzählt, dass ihre Tochter schon nach der Befragung durch die Polizei unter Albträumen gelitten hat. „Eine derart belastende Situation wollte der Angeklagte dem Mädchen nicht noch einmal zumuten“, so Drees.

Der Angeklagte hatte seine Tochter bei Wochenendbesuchen nicht nur schwer sexuell missbraucht, sondern auch Fotos vom Intimbereich des Kindes gemacht. Teilweise war er dabei auch selbst nackt. Auch das ist auf den Bildern zu sehen. Die Eltern waren damals bereits getrennt.

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