Großeinsatz

Tödlicher Unfall: Marler (19) im Bahnhof Haltern von Zug erfasst

Ein Marler ist bei einem Unglück im Halterner Bahnhof ums Leben gekommen. Nach aktuellem Ermittlungsstand hatte er versucht, Bahngleise zu überqueren, um seine Zugverbindung zu erreichen.
Am Freitagabend gab es einen Großeinsatz am Halterner Bahnhof. © Elisabeth Schrief

Der 19-Jährige hatte nach Polizeiangaben am Freitagabend, gegen 21.45 Uhr Bahngleise im Bereich des Bahnhofs Haltern überquert, trotz sofort eingeleiteter Notbremsung und akustischem Warnsignal konnte der Lokführer eines heranfahrenden Zuges den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Marler verstarb noch am Unfallort.

Der Bahnhof war bis nach Mitternacht gesperrt. Feuerwehr, Polizei, und Notfallseelsorger waren wegen des Unfalls an Gleis 2 im Einsatz.

Die Halterner Feuerwehr Polizeiwagen und Notfallmanager standen von 22.45 Uhr bis weit nach Mitternacht vor dem Eingang. Auch auf der Rückseite des Bahnhofs fuhr Polizei vor.

Die Türen der in den Bahnhof eingefahrenen Zuges waren geöffnet, alle Fahrgäste saßen bis zu einer späteren Evakuierung auf ihren Plätzen.

Den Unfall bezeichnet die Bundespolizei aus Dortmund als „sehr, sehr tragisch“, zunächst waren die Beamten von einem Suizid ausgegangen. Die Umstände sprechen mittlerweile dagegen. Ermittelt wird dennoch weiterhin in alle Richtungen.

Der Zug von Norddeich Mole zum Hauptbahnhof Köln hatte den Halterner Bahnhof mit 120 km/h durchfahren, der Lokführer hatte noch versucht, zu bremsen, aber bei der Geschwindigkeit ist der Bremsweg 700 Meter lang, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. 53 Reisende saßen im Zug.

Der Abend in Marl

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