Wenn Kinder von Fremden belästigt werden - das rät die Polizei den Eltern

Blaulicht der Polizei
Die Polizei bittet um Hinweise, nachdem in Marl Kinder auf dem Schulweg belästigt wurden. © picture alliance/dpa
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Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, ist nicht bekannt. Generell gibt die Polizei allen Eltern diese Verhaltensregeln mit:

  • Wenn Ihr Kind über einen solchen Vorfall berichtet, rufen Sie sofort die Polizei.
  • Loben Sie Ihr Kind dafür, dass es sich Ihnen anvertraut!
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über brenzlige Situationen, ohne Panik zu schüren, und geben Sie dem Kind Verhaltensempfehlungen an die Hand.
  • Ermuntern Sie Ihr Kind laut und deutlich „Nein“ zu sagen und wegzurennen, wenn ihm etwas „komisch“ vorkommt oder es sich in Gefahr wähnt. Üben Sie lautes Schreien und Rufen. Im Notfall ist alles erlaubt, was Sie Ihren Kindern sonst nicht erlauben: von Hauen, Treten, Boxen, über Kratzen und Beißen bis Spucken.


  • Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es nicht aus falsch verstandener Höflichkeit mit Menschen, die es nicht kennt, sprechen soll. Kinder sollen üben, Abstand zu Fahrzeugen zu halten, wenn sie z. B. nach dem Weg gefragt werden.
  • Legen Sie mit Ihrem Kind fest, wer es abholen darf. Für Kinder ist der Begriff „Fremder“ oft zu abstrakt. Schon ein Unbekannter, der vorher den Namen gehört hat und das Kind richtig anspricht, ist für das Kind möglicherweise kein Fremder mehr.


  • Überlegen Sie mit Ihrem Kind, wo und bei wem es sich im Notfall Hilfe holen kann. Zum Beispiel, indem es Erwachsene um Hilfe bittet. Oder Sie suchen auf dem Weg zur Schule/zum Sportverein mit dem Marlekin-Aufkleber gekennzeichnete Einrichtungen und Geschäfte, die als „sichere Räume für Kinder“ Schutz und Hilfe bieten.