Corona-Tests in der Schule

Schulleiter Christian Huhn: „Tests produzieren endlos viel Müll“

Am Willy-Brandt-Gymnasium in Oer-Erkenschwick wird jeder drei Mal pro Woche auf Corona getestet. Mit den ersten Ergebnissen des Jahres ist Schulleiter Christian Huhn zufrieden. Es gibt aber ein Problem.
Christian Huhn, Schulleiter Willy Brandt Gymnasium Oer-Erkenschwick © Jörg Gutzeit

Zwei Mal hat sich das komplette Willy-Brandt-Gymnasium in Oer-Erkenschwick seit dem Ende der Weihnachtsferien schon auf Corona getestet. Am Montag- und am Mittwochmorgen. Die Testpflicht in den Schulen gilt seit Montag (10.1.) für alle: Schüler, Lehrer und Beschäftigte, ob immunisiert oder nicht. Getestet wird an drei Tagen pro Woche.

Dass seit dem Ende der Weihnachtsferien alle Personen an den Schulen getestet werden müssen, ohne Ausnahmen für Geimpfte und Genesene, hatte das Willy-Brandt-Gymnasium erst am Donnerstag final erfahren. „Wir hatten zum Glück noch so viele Tests, dass wir es stemmen konnten. Aber ich hätte mir gewünscht, dass die Mail dazu etwas früher gekommen wäre“, so Huhn.

Verpackungen machen viel Müll

Mittlerweile habe er nachbestellt, die nächste Lieferung ist am Mittwoch eingetroffen. Von einem anderen Anbieter, als bisher. „Ich war erstaunt, dass das so schnell ging“, Huhn. Ein Problem gibt es mit den neuen Tests aber doch: „Jeder ist einzeln in einer Pappschachtel verpackt. Dadurch produzieren wir endlos viel Müll.“ Für die Lehrer sei es außerdem ein großer logistischer Aufwand, morgens bis zu dreißig der unhandlichen Pappschachteln in die Klassen zu bringen. Das hätte man besser lösen können, meint Christian Huhn.

Das Ergebnis der bisher durchgeführten Tests ist, wie Schulleiter Christian Huhn sagt, erleichternd: An beiden Tage hatte nur jeweils einer der knapp 600 Schüler ein positives Testergebnis. „Das sind zwar auch schon zwei zu viel, aber ich habe nach den Ferien Schlimmeres befürchtet“, sagt Huhn. Er sei erst einmal „ganz zufrieden“ mit den niedrigen Zahlen. Der positive Schnelltest von Montag sei bereits durch einen PCR-Test bestätigt worden. Für den Schüler, dessen Schnelltest erst am Mittwochmorgen zwei Striche zeigte, steht das Laborergebnis noch aus.

Bürgertests schon am Wochenende

„Wir haben zusätzlich eine Reihe von Quarantäne-Fällen“, sagt Huhn weiter. Insgesamt befinden sich aktuell zehn Schüler des Gymnasiums in Quarantäne. Bei einigen hätten Familienmitglieder Corona, andere seien selbst bereits in den Ferien positiv getestet worden.

„Ich hatte alle gebeten, schon am Wochenende einen Bürgertest zu machen. Ich glaube, das hat auch geholfen. Dabei wurden nämlich noch drei positive Fälle aufgedeckt, die dann nach den Ferien gar nicht erst zu uns in die Schule gekommen sind.“ So konnten die Erkrankten ihre Mitschüler gar nicht erst anstecken.

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