Die Palmkirmes klopft an Das Plakat steht schon – die Planung auch

Christoph Tesche, Bürgermeister von Recklinghausen, und Richard Abendroth, Vorsitzender des Schaustellervereins Recklinghausen, sitzen im Foyer der Sparkasse in einem Autoscooter. Links daneben steht eine junge Frau.
Volle Fahrt voraus: Bürgermeister Christoph Tesche (M.) und Richard Abendroth, Vorsitzender des Schaustellervereins Recklinghausen, freuen sich auf die Palmkirmes. Das Plakat für das Volksfest hat Shania Auferkamp vom Max-Born-Berufskolleg entworfen. © Tobias Mühlenschulte
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Es kann nur eine geben. Das gilt nicht nur für die Palmkirmes als größte Frühjahrskirmes in NRW, sondern auch für die Max-Born-Berufskolleg-Schülerin Shania Auferkamp. Die 19-Jährige hat das Plakat für das Volksfest entworfen, das vom 24. März bis 2. April 2023 auf dem Saatbruchgelände im Stadtteil Hillerheide über die Bühne geht. Palmkirmes-Chef Richard Abendroth kündigt derweil einige Neuheiten an.

„Es sind diesmal ein paar Geschäfte dabei, die zum ersten Mal bei uns stehen werden“, sagt der Vorsitzende des Schaustellervereins Recklinghausen. Welche das im Detail sind, mag Abendroth zwei Monate vor dem Start des Rummels freilich noch nicht verraten. Oliver Boßle, der städtische Platzmeister der Palmkirmes, kann aber mitteilen: „Die Planungen sind zu 95 Prozent abgeschlossen.“ Die unterschriebenen Verträge der Schausteller seien im Rathaus angekommen. 190 seien es in diesem Jahr wieder, so viele wie bereits 2022.

Zwei Männer stehen im Foyer der Sparkasse Vest Recklinghausen. Auf ihren Hemdkragen steht Schaustellerverein Recklinghausen und Palmkirmes Recklinghausen.
Die Palmkirmes ist genau ihre Kragenweite: Richard Abendroth und Platzmeister Oliver Boßle. © Tobias Mühlenschulte

200 Schausteller-Bewerbungen mehr als sonst

Und mehr geht auch gar nicht. „Das Gelände ist voll ausgereizt“, sagt Abendroth. Allerdings habe es in diesem Jahr knapp 800 Schausteller-Bewerbungen gegeben – 200 mehr als üblich, auch vor Corona. Während der 90er-Jahre habe es sogar mal 1000 Bewerbungen gegeben. Abendroth: „Die Palmkirmes ist deutschlandweit bekannt, über sie wird sogar auf dem Oktoberfest gesprochen.“

Beworben hatte sich in gewisser Weise auch Shania Auferkamp. Mit ihrem Plakatentwurf für die Palmkirmes hat sich die 19-Jährige gegen ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus dem Bereich Gestaltung am Max-Born-Berufskollegs durchgesetzt. Im Ordnungsamt der Stadt Recklinghausen hatte man die Idee, die Werbekampagne der Palmkirmes ein bisschen aufzupeppen – und sich mit dem Kolleg in Verbindung gesetzt. Im August 2022 haben sich Schülerinnen und Schüler dann an ihre Rechner gesetzt und mit Grafikprogrammen ihre Vorschläge für das diesjährige Kirmes-Plakat entworfen.

Drei Frauen halten Plakatentwürfe für die Palmkirmes in Recklinghausen in ihren Händen.
V.l.: Laura Majstorovic landete mit ihrem Plakat-Entwurf auf Platz zwei, Bronze ging an Roxana Wojak. Shania Auferkamp setzte sich mit ihrem Achterbahn-Motiv durch. © Tobias Mühlenschulte

Plakat ist zentraler Bestandteil der Werbekampagne

Das Rennen bei der Jury, die sich aus Mitarbeitern des Ordnungsamts und Mitgliedern des Schaustellervereins zusammensetzte, machte Auferkamps Motiv mit der angedeuteten Achterbahn. Eine der Vorgaben für die Gestaltung war die Verwendung der Farbe Magenta. „Mein Ansatz war, das Plakat minimalistisch, aber trotzdem auffallend zu gestalten“, sagt die Wettbewerbsgewinnerin. „Beim Schrifttyp habe ich mich an den Neon-Reklamen von Fahrgeschäften orientiert.“ Und das scheint bei der Jury angekommen zu sein. Das Motiv wird sich bald auf Plakatwänden und in den City-Light-Anlagen an Bushaltestellen finden.

Den zweiten Platz beim Wettbewerb belegt Laura Majstorovic, Bronze geht an Roxana Wojak. Sämtliche 24 gestalteten Entwürfe werden aktuell in der Sparkasse Vest Recklinghausen am Königswall 33 ausgestellt. Dort fand auch die Vorstellung statt. Richard Abendroth ließ sich nicht lumpen und lud alle Teilnehmerinnen der Ausschreibung zur Eröffnung der Palmkirmes ein – Bummelpass inklusive.