Treffpunkt Hillerheide

Endlich wieder einkaufen, schlemmen und Freunde treffen

Das Warten hat ein Ende. Es lebe der Feierabendmarkt! Am Donnerstag, 5. August, öffnet er nach einer fast eineinhalb Jahre langen Corona-Zwangspause auf dem Gertrudisplatz in Recklinghausen.
Am 5. August ist es so weit: Monika Wagner-van der Straten und Björn Schmidt-Freistühler vom Hillerheider Stadtteilbüro freuen sich auf den Feierabendmarkt, der endlich wieder auf dem Gertrudisplatz stattfindet. © Jörg Gutzeit

Sie sehen zufrieden aus, sehr zufrieden – die Hillerheider Quartiersmanager Björn Schmidt-Freistühler und Monika Wagner-van der Straten. „Wir haben sogar Obst und Gemüse“, sagt sie und tippt auf eine Stelle des Lageplans, auf dem 22 Stände eingezeichnet sind. Denn „Obst und Gemüse“ waren seit Beginn im Jahr 2018 ein Problem. Das soll es beim Neustart nicht geben. Vor allem nicht in Zeiten der Pandemie. „Darum setzen wir auf ein Hygienekonzept“, erklärt Schmidt-Freistühler.

Nach der Arbeit einkaufen, sich mit Freunden treffen. Immer wieder donnerstags, und zwar an jedem ersten und dritten des Monats ab 16 Uhr. Jetzt allerdings auf Abstand. Darum erstreckt sich die Verkaufsfläche zum ersten Mal über den gesamten Platz. Doch nicht nur das: Im „Gastro-Bereich“ in der Mitte des Marktes müssen sich die Besucher mithilfe der „Chekko-App“ einloggen. „So ist eine Rückverfolgung möglich. Ältere Leute, die kein Handy besitzen, können das natürlich auch auf Papier machen“, betont Monika Wagner-van der Straten.

Sieben neue Händler gehen am 5. August an den Start

Die zwei Organisatoren sind stolz auf die Vielfalt, die ihr Feierabendmarkt bietet: ob Wein oder Käse, Honig oder Brot, Feinkost oder Kaffee. Groß ist die Freude auch über sieben neue Händler. Wie wäre es mit spanischen Tapas oder mexikanischen Burritos? Senf und Öl feiern auf der Hillerheide Premiere, ebenfalls der Käse-Stand.

Unzählige Telefonate und E-Mails führten zum Ziel. Denn nicht alle Händler blieben Monika Wagner-van der Straten treu. Vor allem um den Fleisch-Verkäufer tut es dem Team leid. Um Fisch bemühte es sich ebenfalls vergeblich. „Sie würden gerne kommen, haben aber kein Personal. Es hat sich während des Lockdowns andere Arbeit gesucht“, bedauert die Quartiersmanagerin.

„Letzte Mohikanerin“ ist mit ihren Reibekuchen dabei

Doch ihre Hartnäckigkeit („einem bin ich zwei Jahre hinterhergelaufen“) zahlt sich jetzt aus. Sogar aus Osnabrück, Münster und Köln kommen die Beschicker. Und natürlich haben Recklinghäuser ebenfalls ein Heimspiel, allen voran und von Anfang an dabei: die „letzte Mohikanerin“, die noch auf dem eigentlichen Hillerheider Wochenmarkt die Stellung hält – Helene Gallert. Als einzige Händlerin verkauft die 81-Jährige ihre Reibekuchen dort auch donnerstags in der Frühe.

Längst haben Monika Wagner-van der Straten und Björn Schmidt-Freistühler den Platz wiederbelebt. Sie möchten diesen Teil Recklinghausens zu einem „Wohlfühlort“ machen. Und ihre weiteren Aktionen klingen ebenfalls erfolgversprechend. Die „Heidekultur“ mit Filmen, Musik, Literatur und Kunst soll im nächsten Monat im Stadteilbüro an der Heidestraße 6 starten. Der Termin für das Sommerfest mit großem Bühnen- und Mitmach-Programm steht indes schon fest: Samstag, 21. August, 15 Uhr, auf dem ETG-Gelände. Und dann sind da noch die „Obstretter“, die verhindern, dass Äpfel und Kirschen in den Gärten verderben.

„Kost-Nix-Laden“ hat noch kein Dach über dem Kopf

Pech hatten die beiden Planer mit ihrem „Kost-Nix-Laden“, der eigentlich im August öffnen sollte. Aber daraus wird „nix“. Schuld sind Lieferengpässe beim Holz. „Wir haben schon vor Wochen ein Gartenhäuschen im Baumarkt bestellt“, berichtet Monika Wagner-van der Straten.

Vom Toaster über den Türstopper bis zur Tischlampe: Im „Kost-Nix-Laden“ können die Recklinghäuser dann an drei Tagen in der Woche Dinge abgeben, die ihnen nicht mehr am Herzen liegen. Und andere wiederum dürfen die Gegenstände „für lau“ mitnehmen. Sollte sich die Lieferung weiterhin verzögern, ziehen die Quartiersmanager erst einmal ins Pfarrheim gegenüber.

INFO: Tel. 0 23 61/9 05 05 34 (Stadtteilbüro).

Der Abend in Marl

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt