Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Polizei nimmt Mann nach Wohnungsbrand fest

Nach einem Brand in einem Haus an der Feldstraße in der Nacht zu Sonntag (1.8.) hat die Polizei einen Mann vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird jetzt wegen versuchten Mordes ermittelt.
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Für die Feuerwehr war es nur ein Kleinbrand, der schnell gelöscht war. Offenbar steckt hinter dem Einsatz an der Feldstraße aber mehr: Wie die Leitstelle der Polizei Recklinghausen auf Anfrage mitteilt, wurde ein Bewohner noch in der Nacht vorläufig festgenommen. Er soll das Feuer in der Wohnung vorsätzlich gelegt haben, der Tatvorwurf des versuchten Mordes steht im Raum. Polizei und Staatsanwaltschaft Bochum haben bereits eine Mordkommission eingerichtet.

Mit detaillierten Informationen zu dem mutmaßlichen Täter und möglichen Motiven halten sich die Ermittler aktuell zurück. Nach Informationen der RZ soll es sich bei dem Verdächtigen um einen 36-jährigen Recklinghäuser handeln, der zum Zeitpunkt des Brandes stark alkoholisiert gewesen sein soll. Die Feuerwehr hatte berichtet, dass der Mann den Brand in seiner Wohnung selbst gelöscht hatte. Augenzeugen des Geschehens hatten sich gewundert, dass die Polizei mit einem größeren Aufgebot zur Feldstraße ausgerückt war.

Erstmeldung vom 1. August: Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr war die Nacht auf Sonntag (1.8.) alles andere als ruhig: Gleich dreimal innerhalb von sieben Stunden wurden sie zu Wohnungs- bzw. Zimmerbränden gerufen.

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Doch Feuerwehr-Sprecher Christian Schell relativierte am Sonntagmittag: „Glücklicherweise stellten sich alle Einsätze nicht als dramatisch dar und konnten schnell beendet werden. Verletzte gab es nicht.“ Der erste Brand rief die Retter um 23.42 Uhr auf den Plan. In den Notrufen war von einem Feuerschein und bereits geborstenen Scheiben einer Wohnung an der Feldstraße die Rede. „So schlimm war es jedoch nicht“, sagt Schell. „Der Bewohner hatte den Brand bereits selbst gelöscht. Es waren auch keine Scheiben zerstört, wenngleich durch das gekippte Fenster offenbar Rauch nach außen gedrungen war.“ Die Einsatzkräfte aus drei Löschzügen kontrollierten die Wohnung und konnten letztlich schnell wieder abrücken.

Um 0 Uhr erreichte die Leitstelle ein weiterer Notruf, weil ein Rauchmelder in einem Haus am Lohweg angeschlagen hatte. Doch für die Feuerwehrleute gab es vor Ort nichts zu tun. „Ein Grund für das Auslösen des Rauchmelders konnte nicht festgestellt werden“, berichtet Christian Schell.

Am frühen Morgen dann folgte gegen 6.40 Uhr Brandeinsatz Nummer drei: Die Kräfte aus drei Löschzügen sowie des Rettungsdienstes rasten mit Blaulicht und Martinshorn zum Kaiserwall. Allerdings ging auch hier die Sache glimpflich aus. Schell: „Es brannten lediglich Gegenstände auf dem Herd. Diese wurden entfernt und die Wohnung gelüftet.“

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