Montage aus einer Aufnahme des Grundstücks Dortmunder Straße 69 in Recklinghausen und einem Bild von Reporter Tobias Mühlenschulte
Für Kommentator Tobias Mühlenschulte geht es den Abmahnern nicht in erster Linie ums Prinzip oder korrektes Parken, sondern vor allem ums Geld. © privat; Montage: tom
Meinung – mit Umfrage

Knöllchen per „Park Collect“: Es geht nichts ums Prinzip, sondern um Geld

Fremdparker und zugestellte Grundstückseinfahrten sind ein großes Ärgernis für Eigentümerinnen und Eigentümer. Für einige Nutzer von „Park Collect“ geht es aber wohl nur um den schnellen Euro.

Ganz ehrlich: Ich kann Menschen verstehen, die in ihrer Not zur App „Park Collect“ greifen. Wem ständig die Einfahrt zugestellt oder der eigene Parkplatz anderweitig strittig gemacht wird, dem platzt irgendwann der Kragen. Und das letzte Mittel der Verzweiflung scheint dann oft die erwähnte Melde-App zu sein. Wer sich darauf einlässt, geht aber in gewisser Weise einen Pakt mit dem Teufel ein. Denn die Vollstrecker dahinter sind Inkassounternehmen, die sich für ihr bisschen Arbeit die Taschen vollmachen. In der Hoffnung, endlich ihren Frieden finden zu können, nehmen Grundstücksbesitzer das in Kauf. Aber: Wie so oft wäre Fingerspitzengefühl angebracht.

Über den Autor
Zuhören, beobachten, nachfragen und die Erkenntnisse anschaulich und kurzweilig bei Leserinnen und Lesern abliefern: Das macht guten Journalismus für mich aus. Und das Große im Kleinen zu finden. Aufgewachsen am „Westfälischen Meer“ (Möhnesee), habe ich erste journalistische Erfahrungen in der Soester Börde gesammelt. 2003 dann Umzug ins Ruhrgebiet. Seit 2015 Redakteur beim Medienhaus Bauer, seit März 2021 bei der Recklinghäuser Zeitung. Großes Faible für Filme, Serien, Musik und Belletristik, aber auch fürs Unterwegssein.
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