Recklinghausen 1933: Prominenz liest auf dem Neumarkt gegen das Vergessen

Ein Mann steht auf einer Bühne an einen Bistrotisch und spricht in ein Mikrofon. Im Hintergrund hängt ein Plakat mit der Aufschrift „Lesen gegen das Vergessen“.
Auch der Recklinghäuser Autor Michael van Ahlen wird am Donnerstag (1.9.) auf dem Neumarkt in Süd aus von den Nazis verbotenen und verbrannten Werken vorlesen. © J. Gutzeit
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Zum zweiten Mal in diesem Jahr lädt der Verein „Lesen gegen das Vergessen“ dazu ein, der Bücherverbrennung auf dem Neumarkt im Juli des Jahres 1933 zu gedenken.

Das erste Lesen fand am 89. Jahrestag der Bücherverbrennung in Süd statt, dem 14. Juli. An der Gedenkplatte nahe des Fontänenfelds werden am Donnerstag (1.9.) ab 17 Uhr etwa 20 Teilnehmer aus Werken von Autoren lesen, die unter den Nationalsozialisten und ihrer Partei, der NSDAP, verboten waren. Dazu zählen etwa Erich Kästner und Bertolt Brecht. Lesen werden unter anderem die Schauspielerin Christine Sommer, SPD-Fraktionschef Frank Cerny, die Geschäftsführerin der Ruhrfestspiele, Genia Nölle, sowie der Recklinghäuser Autor Michael van Ahlen. Dazu gibt es Musik unter anderem von Jessica Burri und dem Duo „PortAl Formidabel“.

Auch das neue Datum 1. September ist mit Bedacht gewählt. Es handelt sich um den Weltfriedenstag. Vor genau 83 Jahren griff Deutschland Polen an und entfesselte damit den Zweiten Weltkrieg.