Vestlandhalle und Neumarkt

Trotz mäßigen Starts: Mobile Teams impfen weiter

Die städtische Impfaktion soll trotz mäßigen Starts beibehalten werden. Zwei mobile Teams machen sich in dieser Woche erneut auf den Weg, um das Vakzin von Moderna zu verimpfen.
Freitag und Samstag können sich Bürgerinnen und Bürger wieder spontan impfen zu lassen. An der Vestlandhalle und am Neumarkt stehen mobile Impfteams bereit. © Philippos Tsolakidis

Der Start der städtischen Impfaktion hätte besser, aber sicherlich auch schlechter verlaufen können. 28 Frauen und Männer haben in der vergangenen Woche die Möglichkeit genutzt, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Diese Zahlen sind für die Stadt kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken – im Gegenteil. Die städtischen Vertreter wollen die Impfaktion fortführen und dafür werben. Die nächsten Termine stehen schon.

„Stadt und Kreis Recklinghausen sind übereingekommen, die Impfaktionen beim SkF und in der Vestlandhalle am kommenden Wochenende zu wiederholen“, teilt Stadtsprecher Hermann Böckmann auf Nachfrage mit. Bislang noch ungeimpfte Bürger können sich das Vakzin von Moderna am kommenden Freitag, 30. Juli, in der Zeit von 11.30 bis 14 Uhr wieder beim SkF, Am Neumarkt 33, abholen oder einen Tag später, am Samstag, 31. Juli, von 8.15 bis 14 Uhr an der Vestlandhalle, Kurt-Oster-Straße 2. „Mitzubringen sind Personalausweis oder Reisepass, Gesundheitskarte und wenn möglich ein Impfpass. Sollte letzterer nicht vorhanden sein, ist das nicht tragisch. Die Teams vor Ort stellen nach der Impfung einen entsprechenden Pass aus“, erklärt Stadtkämmerer Ekkehard Grunwald.

Hohe Besucherfrequenz durch Wochen- und Trödelmarkt

„Die Standorte Neumarkt und Vestlandhalle wurden bewusst ausgewählt, weil dort die parallel laufenden Veranstaltungen wie Wochenmarkt und Trödelmarkt für eine hohe Besucherfrequenz sorgen“, so Stadtsprecher Hermann Böckmann.

Natürlich hätten sich die Initiatoren über eine größere Zahl an Impfwilligen gefreut. Grundsätzlich sei man froh über jeden Bürger, der sich impfen lässt.

Bestimmte Voraussetzungen, um die Aktion fortzuführen, wie zum Beispiel eine Mindestanzahl an Impfwilligen, habe es nicht gegeben. Stadt und Kreis hätten die ersten Termine mangels Erfahrungen ohne eine konkrete Erwartungshaltung angeboten. Trotzdem wolle man künftig nichts unversucht lassen und für die nächsten Termine gezielt die Werbetrommel rühren. Die Social-Media-Kanäle, die städtische Internetseite und auch die Corona-Internetseite des Kreises sollen genau wie die Lokalzeitung und das Radio bemüht werden, um das niederschwellige Impfangebot bekannter zu machen.

Böckmann: „Der SkF wird schon am Mittwoch auf dem Wochenmarkt in Süd Handzettel verteilen, mit denen auf die Aktion am Freitag aufmerksam gemacht wird.“ Auch sollen große Banner nach dem Muster der Plakate am Impfzentrum helfen. Grunwald: „Und jeder kann persönlich seinen Beitrag dazu leisten, indem er in der Familie sowie bei Freunden und Bekannten für die Impfungen wirbt.“

Die Stadt habe im Vorfeld auch die Möglichkeit geprüft, in muslimischen Kulturvereinen Impftermine anzubieten. Rücksprachen hätte jedoch ergeben, dass der Bedarf als nicht sonderlich hoch eingeschätzt wird. Wie hoch der personelle Aufwand pro Impfaktion ist, könne nicht genau beziffert werden. Die Ärzteteams sowie das Verwaltungspersonal seien von den beteiligten Partnern des Impfzentrums – Arbeiter-Samariter-Bund, Kreis Recklinghausen und Sozialdienst katholischer Frauen – in unterschiedlicher Größe zur Verfügung gestellt worden.

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