Schüsse auf Alte Synagoge in Essen Weitere Tatorte und eine Festnahme

Einsatzkräfte der Polizei stehen am Rabbinerhaus bei der Alten Synagoge.
Einsatzkräfte der Polizei stehen am Rabbinerhaus bei der Alten Synagoge. © picture alliance/dpa/ANC-NEWS
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Im Fall um die Schüsse auf das ehemalige Rabbinerhaus in Essen ermittelt die Polizei inzwischen laut Innenminister Herbert Reul (CDU) zu zwei weiteren Taten im Ruhrgebiet in einem „engen zeitlichen Zusammenhang“. Es habe bereits eine Festnahme gegeben, sagte Reul am Freitag (25.11.) im Innenausschuss des Landtags.

Demnach ermittelt inzwischen auch die Polizei Dortmund. Ein 35-Jähriger, mit deutscher und iranischer Staatsangehörigkeit soll einen Brandanschlag auf die Dortmunder Synagoge geplant haben. Der Mann wurde in der Nacht zum 18. November festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.

Nähere Angaben zu den Tatorten machte Reul im öffentlichen Teil der Innenausschusssitzung nicht. Es gebe Sachverhalte „mit Bezug zu jüdischen Objekten an drei unterschiedlichen Örtlichkeiten im Ruhrgebiet“, so Reul. Auch zu dem Festgenommen äußerte sich Reul nicht. Offen blieb, ob der Verdächtige für alle drei Taten verantwortlich sein könnte oder Komplizen hatte.

Laut Reul haben sowohl die Polizei in Essen als auch die Polizei in Dortmund jeweils eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) mit mehr als 100 Beamten eingesetzt. Der Generalbundesanwalt (GBA) werde auf dem Laufenden gehalten. Bislang liegen die Ermittlungen beim Generalstaatsanwalt in Düsseldorf.

dpa/seh