Essen und Mülheim: Polizei durchsucht 34 Wohnungen wegen Verdacht auf Kinderpornos

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Eine Ermittlerin sitzt vor Monitoren mit unkenntlich gemachten Fotografien, die teilweise sexuellen Missbrauch zeigen, am Hinweistelefon im Landeskriminalamt.
Die Polizei hat in Essen und Mülheim mehrere Wohnungen durchsucht. Es geht um den Verdacht der Kinderpornografie. © picture alliance/dpa
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Es sind schwere Vorwürfe, die die Polizei in Essen und Mülheim mehreren Männern macht. Ob sich die monatelange Arbeit der Beamten auszahlt, wird sich bald zeigen.

Denn der Polizei in Mülheim und Essen ist in einer großangelegten Aktion ein Schlag gegen Konsumenten von Kinderpornografie gelungen. Am Dienstag und Mittwoch wurden in beiden Städten 34 Wohnungen durchsucht – 5 in Mülheim, 29 in Essen. Dabei beschlagnahmte die Polizei Computer, Mobiltelefone, USB-Sticks und externe Festplatten, wie die Polizei am Donnerstag berichtet.

Ermittler nehmen 58-Jährigen in Essen fest

Es geht demnach um einzelne Sachverhalte, nicht etwa um einen zusammenhängenden „Ring“. Wie viele Beschuldigte es gibt, teilte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage zunächst nicht mit.

Erst vergangene Woche hatten die Ermittler der Einheit Herkules über den Betreiber einer Internetplattform für sexuelle Kontakte, Hinweise auf einen 58-jährigen Mann aus Essen erhalten, der über das besagte Portal anderen Nutzern gegenüber den sexuellen Missbrauch am eigenen Kind schilderte. Er veröffentlichte dort auch Bilder des Kindes. Die Beamten nahmen den Mann fest.

Vor Ort fanden die Beamtem Hinweise, dass er kinderpornographisches Material eines weiteren Mädchens angefertigt und versendet hatte. Er sitzt aktuell in Untersuchungshaft.

mit dpa