TV-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ greift Schädelfund von Hagen auf

Fernsehmoderator Rudi Cerne moderiert die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“.
Fernsehmoderator Rudi Cerne moderiert die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. © picture alliance/dpa
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Sechs Jahre nach einem Schädelfund bei Rodungsarbeiten in Hagen greift die TV-Sendung „XY…ungelöst“ am Mittwoch (ZDF, 20.15 Uhr) den Fall auf. Das teilte die Hagener Polizei am Montag mit.

An einem Hang hinter dem Hauptbahnhof hatten Arbeiter im Januar 2016 zuerst den Schädel und im Juli 2019 weitere Skelettteile, Gegenstände und ein Handy gefunden. Die Ermittler gingen bereits vor sechs Jahren von einem Tötungsdelikt aus und ordneten den Fund dem seit 2003 vermissten Klaus Walter Pauli zu.

Der damals 47-Jährige wollte vermutlich von Menden nach Hagen, um eine Schallplatte zu kaufen. Ein ehemaliger Mitbewohner einer Wohngemeinschaft, der 2006 starb, meldete Pauli als vermisst.

Letzte Nachricht auf dem Handy gefunden

Auf dem Handy konnte eine letzte Nachricht mit dem Wortlaut „Vielleicht melde ich mich später noch, Kuss Frank“ wiederhergestellt werden. Pauli, zum Zeitpunkt seines Verschwindens 47 Jahre alt, soll über Online-Inserate Kontakt zu homosexuellen Männern gesucht haben.

Die Ermittler in Hagen erhoffen sich neue Hinweise. Dazu wurden die letzten Tage im Leben des Getöteten und der Knochenfund an dem Berghang an der Bahnhofsumgehung nachgedreht.

dpa