Brand

Zwei Feuer in Asylunterkunft in Langenfeld: Technischer Defekt gilt als unwahrscheinlich

Zweimal kurz hintereinander wird die Feuerwehr in Langenfeld zur Asylbewerberunterkunft gerufen. Jetzt steht fest: Es war kein technischer Defekt. Doch geklärt ist die Brandursache noch nicht.
Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen vor einer Asylbewerberunterkunft in der es gebrannt hat.
Bei einem größeren Brand in einer kommunalen Asylbewerberunterkunft in Langenfeld bei Düsseldorf sind mehrere Bewohner leicht verletzt worden. Das erheblich beschädigte Gebäude ist nach Angaben von Feuerwehr und Polizei vorerst nicht bewohnbar. © picture alliance/dpa

Nach dem Brand mit Verletzten und erheblichem Sachschaden in der kommunalen Asylbewerberunterkunft in Langenfeld bei Düsseldorf halten die Ermittler einen technischen Defekt für unwahrscheinlich. Das teilte die Kreispolizeibehörde Mettmann am Dienstag mit. Die Brandursache sei jedoch noch nicht zweifelsfrei geklärt.

So sei nach bisherigem Ermittlungsstand noch nicht klar, ob der Brand vorsätzlich gelegt worden oder fahrlässig entstanden sei. Bislang hätten sich keine Hinweise darauf ergeben, „dass der Brand von einer nicht für die Unterkunft zugangsberechtigten Person vorsätzlich gelegt worden sein könnte“.

Laut Polizei erlitten bei dem Brand am späten Freitagabend vier Personen eine leichte Rauchgasvergiftung. Ein Bewohner, der sich mit einem Sprung aus dem ersten Obergeschoss vor den Flammen retten wollte, erlitt eine Fußverletzung. Der 36-Jährige sei stationär im Krankenhaus aufgenommen worden. Das Gebäude ist derzeit unbewohnbar. Der Sachschaden wird den Angaben zufolge auf 250.000 Euro geschätzt.

Nach Angaben der Feuerwehr Langenfeld hatte es in dem Gebäudekomplex am Freitagabend gleich zwei Brände innerhalb von nur 90 Minuten gegeben. Beim ersten Einsatz brannte eine Matratze, die vor dem Eintreffen der Feuerwehr schon gelöscht worden sei.

Beim zweiten Feuer in einem anderen Gebäude sahen die ersten Rettungskräfte beim Eintreffen bereits Flammen aus Fenstern im Obergeschoss schlagen. Das Feuer hatte demnach dort schon auf den Dachstuhl übergegriffen. Mit zwei Drehleitern hätten die Einsatzkräfte Schlimmeres verhindert.

Auch die Feuerwehr hatte erklärt, dass das durch Flammen und Rauch stark beschädigte Gebäude vorerst nicht mehr bewohnbar ist. Nach ihren Angaben vom Wochenende sind weitere 57 Bewohner des Gebäudes, die nicht verletzt wurden, davon betroffen.

135 Einsatzkräfte waren in Langefeld im Einsatz

Sie seien in freien Unterkünften in umliegenden Gebäuden der Liegenschaft in Langenfeld untergebracht worden. An der Brandstelle waren mehr als 135 Einsatzkräfte vor Ort. Der Einsatz dauerte mehr als drei Stunden.

Zum ersten Brandort laufen ebenfalls Ermittlungen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Beide Brandorte auf dem Gelände würden am Mittwoch von einem Brandsachverständigen in Augenschein genommen.

dpa

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