Liebe

Couple Goals? Der Vergleich mit dem perfekten Paar

Wir Menschen neigen dazu, uns miteinander zu vergleichen. Auch die eigene Beziehung vergleicht man gern mit anderen. Vor allem wenn man im Freundeskreis das „perfekte“ Paar zu haben scheint.
Das perfekte Paar wirkt auf Außenstehende stets so, als gäbe es in ihrer Beziehung nie Streit, Unstimmigkeiten oder auch nur den Anflug negativer Vibes. © Gabriel Bastelli von Pexels

Jeder kennt dieses Paar aus seinem eigenen Umfeld: Sie sind beide schön, talentiert, witzig, erfolgreich und führen obendrein noch eine äußerst glückliche Beziehung miteinander, die nach außen ohne Streit auszukommen scheint und vor Harmonie nur so strotzt. In dieser Beziehung gibt es keine hässlichen Eifersuchtsattacken oder Unsicherheiten. Man vertraut sich. Man kann alleine feiern gehen oder in den Urlaub fahren und beide Partner sind cool damit.

„Macken“ der eigenen Beziehung werden hinterfragt

Wenn man so ein Paar ständig vor der Nase hat, zum Beispiel im eigenen Freundeskreis, kommt man kaum umhin, sich seine eigene Beziehung näher anzuschauen. Vielleicht wurde man schon wieder viel zu früh von dem Wecker des Partners aus dem Traum gerissen, während dieser einfach selig weiter geschlummert hat und nimmt dies als Anlass für den nächsten Krach.

Vielleicht hatte man aber auch gerade wieder einen Streit darüber, wie man das Wochenende am besten verbringen sollte oder es ging um die eine Freundin, die sich ein bisschen zu gut mit dem Partner versteht und der das Konzept „Abstand halten“ vollkommen fremd zu sein scheint.

Vergleiche machen fast immer unglücklich

Egal, welche Macke es gerade ist, die einem in den Sinn kommt – vor dem Hintergrund des perfekten Paares wirkt jeder Fehler plötzlich noch größer und unerträglicher und man beginnt zu zweifeln. Warum führt man eigentlich nicht selbst so eine perfekte Beziehung? Sollte nicht jede Beziehung so sein, wie die von X und Y?

Bei Vergleichen von Beziehungen gilt eigentlich das gleiche, wie wenn man sich mit einer anderen einzelnen Person vergleicht: Sie machen in der Regel unglücklich. Und das liegt nicht daran, weil alle anderen besser dran sind, ein tolleres Leben führen oder in einer liebevolleren Beziehung sind.

Man sieht nur das, was man sehen soll

Es liegt einfach daran, dass man immer nur das von anderen Menschen sieht, was sie einem erlauben, zu sehen. Das perfekte Paar, das auf Außenstehende so harmonisch wirkt, hat sich vielleicht auch gerade erst darüber gestritten, dass er zu viel zockt und sie ständig ohne ihn auf Achse ist. Vielleicht haben die beiden sich nichts zu sagen, wenn sie allein zu Hause sind oder sind genauso von Selbstzweifeln geplagt wie alle anderen.

Man kann den Menschen nur vor den Kopf gucken und sollte nicht immer glauben, was sie einem erzählen. Und selbst wenn die Beziehung Eurer Freunde vielleicht äußerst toll ist – was bringt Euch der Vergleich? Konzentriert Euch lieber auf Euch selbst und versucht gemeinsam, an Euren Fehlern und Problemen zu arbeiten. Denn das, was für die anderen funktioniert, muss nicht auch bei Euch klappen und zum Erfolg führen. So einfach ist das leider nicht.

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