Persönliches

Der Horror: Urlaub planen mit Freunden

Wie findet man einen geeigneten Urlaubsort für einen riesigen Freundeskreis, in dem sich niemand für die Suche verantwortlich fühlt? Annika steht genau vor dieser Hürde und ist genervt.
Annika sucht für ihren Freundeskreis einen Campingplatz aus der Kategorie: Eierlegende Wollmilch-Sau. © pixabay.de

Wenn mehr als drei Leute etwas auf die Beine stellen möchten, wird das meistens problematisch. Ich meine, wer kann sich nicht an zahlreiche nervige Gruppenarbeiten in der Schule erinnern, die ganz deutlich gemacht haben, wer wirklich was tut und wer nicht.

Es ist nämlich so, dass hier Extreme zutage treten: Diejenigen, die sich wirklich den Po für das Projekt aufreißen und diejenigen, die sich genau darauf verlassen und daraus den Schluss für sich ziehen, selbst nichts mehr beitragen zu müssen.

Die ersten Probleme: Kein Geld und nicht mobil

In der Regel werden diese Rollen auch nicht flexibel verteilt: Wer sich einmal entschieden hat, verhält sich in Gruppenarbeiten meistens gleich – und muss es auch, denn die anderen erwarten das.

Es gibt aber auch andere Projekte, die mit mehreren zu planen ein Graus sind – Urlaub zum Beispiel. Ich gehöre einem ärgerlich großen Freundeskreis an, der gerne zusammen in den Urlaub fährt. Leider ist dieser Freundeskreis seit jeher chronisch pleite und autolos, sodass ein Zusammenkommen in der Ferne fast unmöglich ist.

Die Nichtstuer schreien am Ende am lautesten

Bei mehr als 12 Leuten hat man mindestens 15 verschiedene Meinungen. Der eine liegt gern am Strand, der andere will seine Ruhe haben, noch ein anderer hat wirklich gar keine Kohle und der nächste hat Bock, auch gepflegt feiern zu gehen. Und bei so einer Gruppe ist der Anteil derer, die sich zurücklehnen und andere die Arbeit machen lassen, natürlich auch nicht klein. Die sind beim Urlaub-Planen aber auch gerne mal die, die am lautesten nach irgendwas schreien – keinen Finger rühren und dann noch Ansprüche stellen. Als Machertyp – ich oute mich an dieser Stelle mal – geht mir das auf die Nerven.

Den unmöglichen Urlaub irgendwie möglich machen

Ich verbringe meine Zeit damit, einen Campingplatz zu suchen, auf dem wir mit zwölf Leuten sein können, Leute aber dennoch fröhlich an- und abreisen können, wie sie wollen. Wir brauchen einen Platz, auf dem wir laut sein können, aber andere nicht laut sind und sich auch nicht über uns beschweren.

Wir wollen nah ans Wasser und möglichst Zugriff zu Schattenplätzen haben. Surfen ist auch ein wichtiger Punkt, obwohl am Ende eh keiner surft. Und es sollte natürlich auch nicht zu teuer sein und die Sanitäranlagen müssen gepflegt und sauber sein. Zum Mietwagen: Der sollte am besten gar nichts kosten. Ja. Vielleicht hat ja von Euch jemand eine Idee? Ich bin jedenfalls am Verzweifeln.

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