TuS Herten legt die Messlatte ganz hoch: 3:1-Erfolg über BW Aasee

Redakteur
Herten hält dicht: Sophie Mertens (links) und Ines Rösner wehren den Schlag von Aasees Johanna Pennekamp ab.
Herten hält dicht: Sophie Mertens (links) und Ines Rösner wehren den Schlag von Aasees Johanna Pennekamp ab. © Thomas Braucks
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Am Ende hielt es in der Knappenhalle niemand mehr auf seinem Platz. Als Ines Rösner mit einem krachenden Schlag gleich den ersten den Matchball gegen Blau-Weiß Aasee verwandelte, jubelten Team und Anhang, als hätte der TuS Herten gerade die Herbstmeisterschaft eingetütet. Mindestens.

Auch Trainer Marvin Hansmann war nach dem überraschenden 3:1-Erfolg gegen den Drittliga-Absteiger so aufgekratzt, dass er sich kurz sammeln musste: „Ganz klar, die Emotionen müssen erst mal raus.“ Wie alle beim TuS war auch der Coach mächtig erleichtert über die erfolgreiche Saison-Heimpremiere.

Der erste Satz geht an BW Aasee

Die war zu Beginn beim besten Willen nicht abzusehen. Die Hertenerinnen waren zwar von Anfang im Spiel, kämpften tapfer und hielten Satz eins auch lange offen. Aber die Gäste aus Münster agierten in der Schlussphase einfach abgeklärter und holten sich den Satz – 23:25. Fortsetzung folgt? Denkste!

Die Spielerinnen des TuS Herten feiern einen Punkt beim 3:1-Erfolg über Blau-Weiß Aasee.
Hin und weg: Die Spielerinnen des TuS Herten feiern einen Punkt beim 3:1-Erfolg über Blau-Weiß Aasee. © Thomas Braucks

Mit dem Schwung eines klasse Starts in den zweiten Durchgang traten die Hertenerinnen das Gaspedal nun richtig durch. Die Aufschläge, vor allem von Sophie Mertens, setzten den Gästen zu. Die TuS-Abwehr bekam oft noch eine Hand an den Ball. Und am Netz nutzten Ines Rösner, Joelle Pospiech, Silke Althaus oder Sarah Brust (hinter als wertvollste Hertener Spielerin geehrt) ihre Chancen.

TuS-Trainer Marvin Hansmann stand am Spielfeldrand, ballte ein ums andere Mal die Fäuste und genoss einfach. Kollege Tim Mücke aus Münster dagegen nahm alle möglichen Auszeiten, um sein Team neu einzustellen und den Hertener Spielfluss zu stoppen. Es half nichts: Mit 25:10 und 25:15 gingen die Sätze zwei und drei klar an den TuS.

Begeistert vom eigenen Team: TuS-Trainer Marvin Hansmann.
Begeistert vom eigenen Team: TuS-Trainer Marvin Hansmann. © Thomas Braucks

Als BW Aasee dann ein Top-Start in den vierten Satz erwischte (0:3), war die Spannung zurück in der Knappenhalle. Es ging nun hin und her – bis zum 23:23. „Es war klar, dass es nicht einfach so weiterlaufen würde wie im zweiten und dritten Satz. Aasee hat noch einmal alles reingehauen“, fand Marvin Hansmann. „Kompliment an mein Team, dass es dem Druck standgehalten hat.“

Am Ende behält der TuS Herten die Nerven

Anders als in Durchgang eins waren es nun aber die Hertenerinnen, die sich am Ende keine Fehler mehr leisteten, mit 24:23 in Führung gingen und den kleinen Vorteil nutzten. Der Rest war Freude pur.

Dumm nur: Mit der Leistung von Samstag hat der TuS die Messlatte für die Saison ziemlich hoch gelegt. Das räumte auch Trainer Hansmann ein. „Jetzt müssen wir zusehen, dass wir am nächsten Samstag so weitermachen“, mahnte der Coach. Um 18 Uhr ist dann VTV Freier Grund aus dem Siegerland in der Knappenhalle zu Gast.