Fußball

Klare Sache im Topspiel: VfB Hüls unterliegt TSG Dülmen mit 0:5

Im Spitzenspiel der Bezirksliga 14 hat sich Topfavorit TSG Dülmen als eine Nummer zu groß für die jungen Himmelsstürmer des VfB Hüls erwiesen. Die Hülser unterlagen mit 0:5.
Nico Glüsing vom VfB Hüls nimmt es hier mit mehreren Dülmenern auf. Die Hülser mussten bei der 0:5-Niederlage die Überlegenheit des Topfavoriten anerkennen. © Ralf Deinl

Eine unruhige Woche geht für Bezirksligist VfB Hüls mit einer 0:5 (0:2)-Niederlage im Topspiel. Wenige Tage nach der Vertragsauflösung von Elvir Saracevic war die nun hauptverantwortlich von Marco Jedlicka gecoachte Mannschaft gegen den großen Meisterschaftsfavoriten TSG Dülmen mit Manfred Wölpper nahezu chancenlos.

Man müsse neidlos anerkennen, dass die TSG völlig verdient gewonnen habe, sagte Jedlicka nach dem Spiel. „Ich fand, dass uns der Mut gefehlt hat. Vielleicht war der Respekt auch zu groß.“

Töppler kommt im Strafraum zu Fall

Die Gäste erarbeiteten sich vor 140 zahlenden Zuschauern ein optisches Übergewicht, brauchten allerdings ein wenig Anlaufzeit, um daraus Torgefahr zu entwickeln – die dann aber sofort zum Erfolg führte. Nach 15 Minuten fand ein Pass auf die rechte Angriffsseite Philip Benterbusch, der in den Hülser Strafraum eindrang und kurz geschickt verzögerte. Dann bediente er Tobias Korte im Rückraum – 0:1 (15.).

Auf der anderen Seite kam Stürmer Andre Töppler bei einem der äußerst seltenen Vorstöße der Hausherren im Sechzehner bei einem Zweikampf zu Fall, aber die Pfeife von Schiedsrichter Rene Saga blieb stumm (21.).

Treffer des VfB nicht anerkannt

Dülmen wurde immer wieder über Standardsituationen gefährlich, die von Ex-Regionalligaspieler Marvin Möllers ausgeführt werden. Bei einem Freistoß von der linken Angriffsseite setzte sich Patrick Besler gegen VfB-Verteidiger Julian Treiber durch, erwischte den Ball zunächst nicht richtig, stocherte ihn im Nachsetzen aber zum 0:2 über die Linie (27.).

Einem Treffer von Innenverteidiger Youri Gläßer verweigerte der Unparteiische kurz darauf die Anerkennung, weil er ein Foulspiel gesehen hatte (29.). Vielleicht, so Marco Jedlicka, wäre das Spiel offener gewesen, wenn der Treffer gezählt hätte. „Dann gehst du natürlich mit einem anderen Gedanken in die Kabine.“

So aber wurde die Überlegenheit der Gäste immer deutlicher sichtbar, auf dem Feld wie im Ergebnis. Tobias Korte bediente Florian Schwarz zum 0:3 (48.). Kurz flammte nochmal Hoffnung auf den Ehrentreffer bei VfB auf, als Dülmens Torwart Aziz Retzep bei einem Klärungsversuch den Hülser Alexander Lakstankin aus kurzer Distanz anschoss, aber der Ball lief nur parallel zur Torlinie und nicht über sie (67.).

Wölpper macht dem VfB Mut

Für das 0:4 zeichnete TSG-Torjäger Alexander Kock verantwortlich (73.), der danach die eine oder andere gute Gelegenheit ausließ. Beim 0:5 rutschte der Schuss von Gioel Aresu VfB-Keeper Theo Husmann durch die Hände (90.+2).

Dülmens Trainer Manfred Wölpper, unter dem Marco Jedlicka sowohl bei der TSG (1993/94) als auch später in Hüls gespielt hat, war stolz auf seine Mannschaft. „Aber man findet immer ein Haar in der Suppe. In der ersten Halbzeit haben wir mit Dreierkette gespielt und keinen richtigen Zugriff gefunden, aber in der zweiten Halbzeit war es ein klares Ding. Wir hätten drei, vier Tore mehr machen müssen.“ Die Hülser sollten die Köpfe nicht hängen lassen. „Hier wird wieder etwas aufgebaut“, so Wölpper.