Fußball

Kreispokal: Ehemaliger TSV-Spieler schaltet VfB Hüls für Deuten aus

Bezirksligist VfB Hüls hat sich in der dritten Kreispokalrunde gegen RW Deuten tapfer gewehrt. Bei der 0:3 (0:1)-Niederlage war der Klassenunterschied nicht immer zu sehen.
Aufgepasst: Jonas Greiner (M.) vom VfB Hüls erwischt den Ball nach einer Freistoßflanke vor dem dreifachen Torschützen Hendrik Löbler. © Jochen Sänger

Hendrik Löbler hat den SV RW Deuten im Alleingang ins Achtelfinale des Kreispokals geschossen. Der Angreifer, der aus der Jugend des TSV Marl-Hüls stammt, erzielte alle Tore zum 3:0 (1:0) des Westfalenligisten beim VfB Hüls. Der favorisierte Gast ließ allerdings erst in der zweiten Halbzeit den zweifachen Klassenunterschied erkennen.

„Im Endeffekt geht der Sieg für Deuten klar in Ordnung“, resümierte VfB-Coach Marco Jedlicka. Sein Gegenüber Marek Swiatkowski räumte ein, dass seine Elf erst spät ihren Rhythmus gefunden hatte.

Hausherren beginnen einsatzfreudig

Dass sich die Hausherren einiges vorgenommen hatten, war in den ersten Spielminuten zu sehen. Ein erster Rückschlag war die Verletzung von Max Fiehe, für den es nach sechs Minuten nicht mehr weiterging. Deutlich schlimmer erwischte es Maurice Saracevic, der bei einem Zweikampf offensichtlich im Rasen hängen geblieben war und sich dabei eine schwere Knieverletzung zuzog (13.). Er musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden. Ein Vorteil für Deuten war das zunächst nicht.

Das 1:0 – Swiatkowski: „Es fällt genau zum richtigen Zeitpunkt“ – kam aus dem Nichts. Moritz Noetzel flankte vom linken Flügel. Hendrik Löbler nahm den Ball an, legte ihn sich auf den richtigen Fuß und schloss aus 13 Metern platziert ab (31.). Viel besser geht das in einer solchen Situation nicht.

Unmittelbar vor dem Seitenwechsel bejubelte der VfB den Ausgleich – allerdings zu früh. Alexander Lakstankin schoss an die Latte des Deutener Tors; sein Bruder versenkte den Nachschuss – allerdings aus einer Abseitsposition.

Deuten zieht das Tempo an

Im zweiten Durchgang zogen die Gäste das Tempo an. Insbesondere Nils Falkenstein nutzte seine Freiheiten: Hendrik Löbler vergab zwei gute Möglichkeiten (47., 48.). Vier Minuten später wurde Noetzel im Strafraum attackiert. Er blieb am Ball und schloss ab. Torhüter Theo Husmann parierte. Über einen Elfmeterpfiff hätten sich die Hausherren nicht beschwert.

Die zweite und letzte Hülser Chance bereitete Deuten selbst vor. Keeper Kai Habendorf wollte den Ball nach einer Rückgabe nach vorne dreschen, traf aber Nico Glüsing mit aller Wucht. Der Ball flog in Richtung Tor, konnte vom Schlussmann jedoch noch rechtzeitig kontrolliert werden. Der Hülser musste anschließend behandelt werden.

Zweiter Gegentreffer ist die Entscheidung

Entschieden war die Begegnung mit dem 2:0. Diesmal köpfte Löbler eine Flanke von Jonas Weid am kurzen Pfosten unhaltbar ein (75.). Nur noch statistischen Wert hatte das dritte Tor, das der Angreifer per Kopfball-Abstauber erzielte. Der VfB Hüls darf stolz auf die starke kämpferische Vorstellung sein, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, dass keine der 20 Ecken für echte Gefahr vor dem gegnerischen Tor gesorgt hatte.

Kuriosität am Rande: Beim Anpfiff standen mit Philipp Jedlicka und Maurice Saracevic (VfB Hüls) sowie Nils Falkenstein und Thomas Swiatkowski vier Trainer-Söhne auf dem Platz.

Der Abend in Marl

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.