Jugendfußball

Nach Corona: So ist die Lage im Nachwuchsbereich des TSV Marl-Hüls

Technisch macht der TSV Marl-Hüls auf der Sportanlage am Loekamp einen großen Schritt nach vorn. Auf dem Sportplatz arbeiten alle Mannschaften die lange Corona-Pause auf.
Die neue Saison schon fest im Visier: TSV-Jugendleiter Sebsatian Nowak. © Thomas Braucks

Gerade erst hat der TSV Marl-Hüls einen großen Schritt nach vorn gemacht. Technisch gesehen zumindest. Die Sportanlage am Loekamp wurde mit einer modernen elektronischen Schließanlage ausgestattet, die Tore lassen sich nun kontaktlos öffnen.

„Wie in einem guten Hotel“, merkt Jugendleiter Sebastian Nowak augenzwinkernd an. „Das macht es einfacher.“ Denn festzuhalten ist: Tore und Türen öffnen und schließen sich bei den Hülsern ziemlich oft.

13 Jugendmannschaften wieder im Trainingsbetrieb

Gleich 13 Jugendmannschaften rangeln um Trainingszeiten auf dem Kunstrasenplatz, dazu kommen zwei Seniorenteams und die Alten Herren. Allein der Kader ersten Mannschaft umfasst 30 Spieler.

Sebastian Nowak: „Die Jahre, in denen wir hier um 15 Uhr anfangen konnten, sind in Zeiten Offener Ganztagsschulen lange vorbei. In den Abendstunden ist das hier ganz schön eng.“

Der Trainingsbetrieb ist für alle Mannschaften wieder gestartet, die Übungsleiter arbeiten daran, ihre Kicker wieder in Schwung zu bringen. Dabei schlagen sie sich mit Problemen herum, die gerade alle Klubs gleichermaßen betreffen: Die elend lange Corona-Pause hat bei allen ihre Spuren hinterlassen.“

Sebastian Nowak erinnert sich mit Schrecken an Gedankenspiele des Verbandes von März und April. Damals – vor dem endgültigen Abbruch der Saison – sollten Juniorenteams auf westfälischer Ebene zwei, drei Wochen Vorbereitung vor einem möglichen Re-Start bekommen.

Zehn neue Spieler für die U17-Westfalenliga-Mannschaft

„Gut, dass es dazu nicht gekommen ist. Kein Mensch kann mir erzählen, dass man nach einer so langen Pause und 14 Tagen Training wieder einen Wettkampf bestreiten kann“, sagt der Jugendleiter.

So meldet der TSV bereits die ersten Blessuren, Nowak ist selbst betroffen: Der 37-Jährige coacht die U17, als Westfalenligist das Vorzeigeteam der Jugendabteilung. Zehn Neuzugänge müssen integriert werden. „Die Klasse zu verteidigen wird extrem hart. Aber es wäre für uns sehr wichtig.“

Denn die erste Mannschaft fällt nach dem Absturz in die Kreisliga B vorläufig als Attraktion aus. Umso wichtiger für den TSV, weiter hochklassigen Juniorenfußball anzubieten. Die D-Junioren kicken in der U13-Leistungsklasse, der Bezirksliga. U15, U16 und U19 sind in der Landesliga am Ball.

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