Pflichtsieg kostet Marler Trainer „ein Jahr seines Lebens“

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Den Korb im Blick: In der zweiten Halbzeit fanden Florian de Wal (l.) und der Marler BC ihre Normalform. Sie schlugen Schalke am Ende deutlich. © Jochen Sänger
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Im Vergleich zum Samstagabend muss sich die Mannschaft von Dirk Ewald aber unbedingt steigern. Beim 92:57 (47:43) gegen Schalke stimmte nur die Leistung in der zweiten Halbzeit.

„Das Spiel hat mir ein Jahr meines Lebens gekostet“, stöhnte der Trainer nach der Schlusssirene. „Wir haben hundertmal darüber gesprochen, dass wir sofort intensiv verteidigen wollen. Das Gegenteil war der Fall.“ Auch im Angriff mangelte es an der vollständigen Konzentration. „Wir haben fünf, sechs einfache Korbleger vergeben.“

Schalke führt zwischenzeitlich mit 12 Punkten

Die Folge: Der mit nur acht Spielern angereiste Gast aus Gelsenkirchen führte vor dem Seitenwechsel zwischenzeitlich mit zwölf Punkten. „Wir fangen uns in der ersten Hälfte neun Dreier, weil wir sie gewähren lassen. Im Durchschnitt hat Schalke 50 Punkte pro Spiel erzielt, bei uns 43 in 20 Minuten“, schimpfte Ewald.

Offensichtlich erreichte er sein Team, denn nach der Pause verteidigten die Marler Korbjäger endlich konsequent und stutzten die nun erschreckend harmlosen Schalker auf Normalgröße zurück. In Zahlen ausgedrückt: Im dritten Viertel gestattete der MBC dem Gast fünf Punkte, im vierten Viertel neun.

In der Offensive nutzte Marl nun seine Größenvorteile, sodass der Erfolg am Ende standesgemäß ausfiel.

Marler BC: M. Ewald (33/4 Dreier), Koslowski (6/2), Segeth (3), Slowinski (13/3), Wesselbaum (4), Czaja (2), Baumann (10), de Wal (7/1), Röhse (14).