Fußball

Schreck in der Nachspielzeit: Schmidt raubt Sinsen den Punkt

Wenn der TuS 05 Sinsen spielt, empfiehlt es sich, bis zum Abpfiff zu bleiben. In der letzten Woche fiel das Siegtor in der 97. Minute. Und auch in Rödinghausen ging es am Ende turbulent zu.
Nicht zu fassen: Trainer Dennis Hübner und der TuS 05 Sinsen kassieren in der Nachspielzeit das 2:3. © Thomas Braucks

„Die Stimmung ist gerade natürlich nicht so toll“, berichtete Sinsens Trainer Dennis Hübner nach den 90 Minuten aus der Kabine. Wer will es den Marlern verdenken: Sie haben beim SV Rödinghausen II ihren Beitrag zu einem unterhaltsamen Westfalenliga-Spiel geleistet, um am Ende ohne Ertrag die 160 Kilometer lange Heimreise anzutreten.

„Rödinghausen hat eine super Truppe. Hier werden noch andere Punkte lassen“, sagte Hübner. „Umso schöner wäre es gewesen, hier etwas mitzunehmen.“ Genau danach sah es in der 90. Minute aber noch aus.

Gäste kommen in der ersten Hälfte nicht auf Touren

Aber der Reihe nach. Der TuS 05 brauchte lange, um sich die Anreise aus den Beinen zu schütteln. Eine Halbzeit lang. „In der ersten Hälfte haben wir kein gutes Spiel gemacht“, befand Dennis Hübner. Verdientermaßen ging der SV Rödinghausen mit 1:0 in Führung. Dominic Schmidt, bestens freigespielt, schlenzte den Ball nach 33 Minuten überlegt ins lange Eck -1:0.

Hübner rüttelte seine Mannschaft in der Pause auf, stellte um. Prompt war der TuS 05 im Spiel. Schon in der 48. Minute schlug Marius Speker zu: Nach einem Ballgewinn behauptete sich der Sinsener Angreifer und nutzte seine Chance abgezockt – 1:1. Wenig später verpasste Gerard Lubkoll sogar die Möglichkeit zur Führung für die Gäste.

Im Anschluss entwickelte sich ein offenes Spiel mit einigen „halbgaren“ Chancen auf beiden Seiten. Ein Spiel, das in der Schlussphase richtig Fahrt aufnahm. In der 89. Minute traf Sinsens Torhüter Simon Werner beim Herauslaufen Ball und Gegner. Schiedsrichter Lautz zeigte auf den Punkt, Dominic Schmidt traf per Foulelfmeter zum 2:1.

Tugay Tekin trifft per Kopf zum 2:2

Der TuS 05 zeigte sich nicht geschockt, drückte sofort selbst aufs Gaspedal. Und nach einem scharf vors Tor getretenen Freistoß durch Niclas Gerzelka wuchtete der aufgerückte Innenverteidiger Tugay Tekin den Ball per Kopf zum 2:2 in die Maschen (90.).

Das sollte es gewesen sein. Leider nicht: In der Nachspielzeit rauschte noch ein Eckball in den Sinsener Strafraum, Schmidt stieg hoch und traf zum dritten Mal – 3:2 (92.). Die Entscheidung. „Das haben wir nicht gut verteidigt“, sagte Trainer Hübner. „Sehr ärgerlich. Den Punkt hätten wir gern mitgenommen.“

Der Abend in Marl

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.