Fußball

Spielabbruch in der Kreisliga C2 kommt SC Marl-Hamm teuer zu stehen

Gleich am ersten Spieltag (29. August) war es am Hammer Feldweg zu einem Spielabbruch in der Kreisliga C2 gekommen. Jetzt beschäftigte sich das Kreissportgericht mit der Angelegenheit.
Selbst das Zücken von Karten konnte die Gemüter nicht beruhigen, der Spielabbruch von Marl-Hamm war jetzt Gegenstand einer Verhandlung vor dem Kreissportgericht. © picture alliance / dpa

Gegen Ende des Spiels zwischen SC Marl-Hamm III und SuS Hervest-Dorsten II waren bei einer Hammer 2:1-Führung die Emotionen hochgekocht. Nach Rudelbildungen und verbalen Attacken gegen den Schiedsrichter zog der die Notbremse und brach die Partie kurz vor Ende der regulären Spielzeit ab.

Zu Unrecht, wie das Kreissportgericht jetzt entschied. Das war zwar überzeugt, dass es tumultartige Szenen am Feldweg gegeben hatte und dass der Schiedsrichter beleidigt worden war. Aber hatte der alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft? Die Rechtsinstanz meinte nein und beauftragte den Staffelleiter, die Begegnung zeitnah neu anzusetzen.

Unterbrechung oder Strafen

Begründung: Der Referee hätte beispielsweise die Partie für längere Zeit unterbrechen oder persönliche Strafen gegen einzelne Spieler aussprechen können, erläutert auf Nachfrage Thomas Michalczak (VfB Hüls), der Vorsitzende des Gremiums. „Subjektiv war der Abbruch vielleicht nachzuvollziehen, objektiv wären noch Mittel vorhanden gewesen“, so Michalczak.

Letzten Endes waren auch nur noch wenige Minuten inklusive Nachspielzeit zu absolvieren, eine körperliche Bedrohung des Schiedsrichters sei wohl nicht gegeben gewesen. Auf Aussagen der Beschuldigten des SC Marl-Hamm musste das Kreissportgericht verzichten, die fehlten wie ein Vereinsvertreter der Löwen. Folge: 200 Euro Geldstrafe für den Verein.

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