Hockey

VfB-Torhüterin Jula Wiemers: „„Ich sollte gelassener werden“

Jula Wiemers ist die Torhüterin in der 1. Mannschaft des VfB Hüls. Die Abiturientin aus Herten ist mit viel Herz dabei und freut sich auf die Oberliga-Saison in der Halle.
Sicherer Rückhalt: VfB-Torhüterin Jula Wiemers freut sich schon auf die Hallenrunde. © Jochen Sänger

Auch wenn Jula Wiemers in den sechs Spielen der Feldrunde nur mickrige sieben Gegentreffer kassiert hat, freut sich die Torfrau auf die Hallenrunde: „Da bin ich viel intensiver eingebunden ins Geschehen und ständig gefordert.“

Außerdem spielt die 1. Mannschaft der Hockey-Damen des VfB Hüls draußen „nur“ in der 1. Verbandsliga, unterm Hallendach aber in der Oberliga.

Schon am Donnerstag, also vier Tage nach dem letzten Match auf dem Kunstrasen, hat das Hülser Hallentraining begonnen.

„Wir allen wollen den Klassenerhalt“

„Wir wollen alle unbedingt den Klassenerhalt schaffen“, erklärt die 17-jährige Torsteherin, die am Aufstieg selbst nicht aktiv beteiligt war. „Da bin ich noch zu jung gewesen für die 1. Mannschaft und war außerdem für ein Jahr in den USA.“

Mit dem Auswärtsspiel am 7. November beim HC Rot-Weiß Velbert beginnt die Oberliga-Saison für die VfB-Damen, die auf dem Feld als Tabellenvierte ihr Potenzial nicht ausgeschöpft haben. „Uns ist bewusst, dass wir unsere Chancen besser nutzen müssen. Wir hatten uns schon mehr erhofft“, erklärt die Abiturientin, die in Langenbochum lebt und das Gymnasium Herten besucht.

Trotz Hockey-Pause: Kein Gedanken ans Aufhören

Vor einem Jahrzehnt hat sie mit dem Hockey am Badeweiher angefangen. Zunächst spielte sie auf dem Feld und rückte dann, wie ihre ältere Schwester Lea auch, in den Kasten. Erst zur Probe und dann dauerhaft. „Ich habe schnell Spaß daran gefunden“, verrät Jula Wiemers, die zuletzt im Training viel an ihren Fähigkeiten in den 1:1-Duellen gearbeitet hat.

Als sie in der 10. Klasse für ein Schuljahr in den USA gewesen ist, hat sie eine Hockey-Pause eingelegt – doch ans Aufhören hat sie keinen Gedanken verschwendet. Deshalb steht für sie auch schon jetzt fest, dass sie nach dem Abitur und mit dem Studienbeginn wenn möglich weiterspielen möchte, am liebsten in ihrem Stammverein.

Jetzt gilt die Konzentration der Hallenrunde

Erst einmal konzentriert sich Jula Wiemers auf die Hallenrunde, bei der es besonders auf die gute Kommunikation zwischen Torhüterin und Mannschaft ankommt. Dies hält sie selbst für eine ihrer Stärken, wohingegen ihr Torwartspiel bei kurzen Ecken noch zu verbessern sei. „Außerdem sollte ich gelassener werden. Aber das kommt bestimmt mit der Erfahrung“, sagt die Schlussfrau. jos

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