Handball

VfL Hüls: Jetzt beginnt das Abenteuer Bezirksliga richtig

Als letzte Mannschaft der Staffel steigt der VfL Hüls in die Saison ein. Nach dem Aufstieg und einem Sieg in der Corona-Spielzeit 2020/21 geht‘s am Samstag um 18 Uhr gegen TuS Hattingen II los.
Fast ein Jahr Meisterschaftspause: Am 3. Oktober 2020 gewannen die Hülser mit Christian Drüppel gegen den HTV Recklinghausen. © Jochen Sänger

Damit beginnt das „Abenteuer“ Bezirksliga für den VfL Hüls wirklich. Trainer und Team sind nach der langen Pause wieder auf Betriebstemperatur. Eberhard Metz wirkt vor dem Start sehr zuversichtlich. Entspannt nimmt der 70 Jahre alte Übungsleiter zu den zentralen Fragen Stellung.

Wie haben die Handballer des VfL Hüls den Corona-Fluch besiegt?

Durch die sozialen Netzwerke blieb das Team in Kontakt, als persönliche Begegnungen in der Halle und im Vereinslokal Vestischer Hof nicht möglich gewesen sind. „Die Jungs haben sich untereinander gepusht“, lobt Eberhard Metz.

Laufgruppen – je nach aktueller Corona-Bestimmung unterschiedlich groß – erhielten eine gewisse Grundfitness. Handballerisch geht sicher noch mehr. Die lange Pause wirkt nach. „Ich war selbst acht Monate nicht in der Halle“, rechnet der Trainer vor.

Wie ist die Vorbereitung auf die Saison gelaufen?

Der Coach lobt die gute Teilnahme an den Übungseinheiten und bezeichnet das Trainingslager Ende August als wichtigen Meilenstein. Der VfL hat sechs von sieben Testspielen zum Großteil deutlich gewonnen. Es gab nur eine einzige Niederlage, und zwar gegen den Landesligisten Teutonia Riemke II (23:24).

Der Altmeister im Tor muss noch einmal ran

Hat sich personell etwas geändert bei den Hülsern, die ihre Heimspiele derzeit in der Halle der Willy-Brandt-Gesamtschule bestreiten?

Es gibt weder Zu- noch Abgänge, aber leichte Verletzungssorgen. Die beiden Kreisläufer Till Spangenberg und Steven Ridder fallen aus. Im Tor haben Jan Stach und Niklas Thüning einen Trainingsrückstand. Deshalb macht Altmeister Felix Kluck, der eigentlich aufhören wollte, doch noch weiter.

Was ändert sich beim VfL auf dem Spielfeld?

Metz wünscht sich eine aggressivere Deckungsarbeit und viel Tempo im Angriff mit schnellen Abschlüssen. Auf die Dynamik im Spiel nach vorne haben er und seine Leute in der Vorbereitung verstärkt Wert gelegt.

Wie schwer wird das Auftaktspiel?

„Der Letzte trifft auf den Ersten“, schmunzelt der Hülser Trainer. Im Ernst: Der TuS Hattingen II hat seine ersten beiden Spiele deutlich gewonnen. Da der Gegner jeweils über 30 Tore geworfen hat, sieht Metz besonders seine Deckung gefordert.

Wie steht es um das Saisonziel des VfL Hüls?

„Wir geben dasselbe Ziel wie alle anderen aus: Wir wollen nicht absteigen“, erklärt der Trainer, dem es „nach der schwierigen Zeit“ schwer fällt, eine realistische Prognose zu entwickeln. Eberhard Metz räumt aber an, dass er bereit sei, „unsere Ziele später zu korrigieren“.