Fußball: Westfalenliga

Zu Hause läuft’s rund: TuS 05 Sinsen feiert den nächste Erfolg

Zwölf Punkte nach sechs Spielen und Platz drei: Das ist ein starkes Zwischenergebnis für den TuS 05 Sinsen. Der hat am Sonntag dem Delbrücker SC die erste Saisonniederlage beigefügt.
Die Entscheidung in Sinsen: Marius Speker (l.) nimmt nach dem 3:1 die Glückwünsche seiner Mannschaftskameraden entgegen. © Jochen Sänger

Der Marler Westfalenligist gewann auf dem Kunstrasen der Bezirkssportanlage gegen den Delbrücker SC mit seinem prominenten Trainer Detlev Dammeier mit 3:1 (1:1). „Wir haben gerade in der zweiten Halbzeit wenig zugelassen und sind geduldig geblieben. Fußballerisch waren wir besser. Das hat sich letztlich ausgezahlt“, resümierte TuS-Coach Dennis Hübner.

Beide Mannschaften waren vor dem Seitenwechsel eher vorsichtig zur Sache gegangen. Dadurch gab es nur wenige Torraumszenen. Die erste richtige vergab Delbrücks Angreifer Kevin Holz, wobei Sinsen zunächst eine Abseitsstellung und dann ein Foulspiel reklamiert hatte (15.).

Huschen jagt den Ball ins Tor

Gefahr drohte den Hausherren, wenn Lennard Rolf über den linken Flügel in die Angriffe einbezogen wurde. So fiel auch das 1:0. Rolfs scharfe Hereingabe wurde nur geblockt. Niklas Huschen schaltete schnell und hämmerte den Ball aus zwölf Metern ins Sinsener Tor (25.). Fast eine Parallele fünf Minuten später: Diesmal war Dustin Gräwe der Abnehmer des scharfen Rückpasses. Holz verlängerte den Schuss an den Außenpfosten.

Doch die Hausherren befreiten sich wieder und verschoben das Spiel in die gegnerische Hälfte. Kurz vor der Pause setzte sich Niklas Grzelka links fast auf der Torauslinie durch und gab den Ball nach innen. Dort fand er zunächst keinen Abnehmer, ehe der Ball zu Gerard Lubkoll gelangte. Der hielt aus 15 Metern flach drauf und traf mit einem noch abgefälschten Schuss zum Ausgleich (45.).

Olcay Yilmaz bietet überragende Partie

Auch im zweiten Durchgang neutralisierten sich beide Teams zunächst. Dennis Hübner „opferte“ Mick Nabrotzki, sodass Tugay Tekin von rechts in die Mitte der Viererkette wechseln konnte. Rechts ließ Ünal Kurtulus nichts zu. Dem vermeintlichen 2:1 für Sinsen war ein Handspiel des überragenden Olcay Yilmaz vorausgegangen (55.). Dann rutschte Huschen in guter Position im TuS-Strafraum aus (70.). Jean-Pierre Dingerdissen gewann den ersten Zweikampf gegen Tekin, doch er löffelte den Ball in die Mitte statt stramm zu flanken (71.).

Das war aber nicht der Auftakt zu einer Delbrücker Schlussoffensive, sondern der Weckruf für die Hausherren. Zunächst hämmerte Tobias Noack einen Freistoß aus gut 30 Metern an die Latte (74), dann scheiterte Kurtulus aus 20 Metern an DSC-Schlussmann Daryoush Hosseini (79.).

Geniestreich vor der Sinsener Führung

Es folgte der entscheidende Doppelschlag: Yilmaz spielte mit einem kleinen Geniestreich Grzelka auf dem linken Flügel frei. Seine Hereingabe sorgte für Chaos in der gegnerischen Deckung. Der eingewechselte Philipp Demler wuchtete den Ball ins Tor (81.). Nur 60 Sekunden später flankte Semih Gülsoy auf den heranstürmenden Marius Speker, der die Hereingabe im kurzen Eck versenkte (82.). Der Stoßstürmer, der „wie ein Ochse“ schuftete, hätte fast noch einmal getroffen, aber der Torhüter entschärfte seinen Schuss nach Vorlage von Lubkoll (85.).

  • TuS 05 Sinsen: Werner, Tekin, Nabrotzki (46. Kurtulus), Köksal, Grzelka, Saritas (70. Demler), Noack, Lubkoll, Yilmaz (90. Delowetz), Gülsoy, Speker (86. Stöhr)
  • Delbrücker SC: Hosseini, Henksmeier, Austenfeld, Holz (71. Biniek), Gräwe (83. Welkener), Walter, Rolf, Huschen (83. Teipel), Dingerdissen, Plucinski, Klomfass (83. Reineke)
  • Tore: 0:1 Huschen (25.), 1:1 Lubkoll (45.), 2:1 Demler (81.), 3:1 Speker (82.)
  • Schiedsrichter: Philip Roedig
  • Zuschauer: 100