Fußball

Zwillinge des VfB Hüls sorgen beim Gegner im Doppelpack für Verwirrung

Alexander und Evgenij Lakstankin stammen aus der eigenen Jugend des VfB Hüls. Beide haben den Sprung in die Bezirksliga-Mannschaft geschafft.
Wer ist wer? Beim Eckball stehen Evgenij (l.) und Alexander Lakstankin am kurzen Pfosten. Auch die Distelner Abwehr staunt. © Jochen Sänger

Die Bender-Zwillinge haben gerade aufgehört. Hamit und Halil Altintop sind ein wenig länger aus dem Geschäft. Die Kremers-Zwillinge bildeten vor 50 Jahren das Herzstück der besten Schalker Mannschaft aller Zeiten. Jetzt stürmt ein Zwillingspaar für den VfB Hüls und sorgt für Verwirrung in gegnerischen Abwehrreihen.

Streifen an den Schuhen sind das persönliche Merkmal

Alexander und Evgenij Lakstankin standen am Sonntag im Pokalspiel bei Vestia Disteln gemeinsam für den Marler Bezirksligisten auf dem Platz. Beide sind nicht so einfach auseinander zu halten. „Mein Bruder hat rote Streifen auf den Fußballschuhen, ich blaue“, verrät Evgenij. Der Angreifer blieb in Herten ohne eigenes Tor; sein Bruder, der als Allrounder eingesetzt wird, schoss das 1:0 für den VfB.

Das Duo, in Kasachstan geboren, aber schon seit dem Kleinkindalter in Dorsten zu Hause, hat aus der A-Jugend des VfB Hüls den Sprung in den Kader der ersten Mannschaft geschafft.

Anfänge beim SV Altendorf

Angefangen haben sie beim SV Altendorf, spielten auch für BVH Dorsten. „Wir hatten dann ein Probetraining beim TSV Marl-Hüls. Es hat nicht geklappt. So sind wir zum VfB gekommen“, berichtet Evgenij. Seit der U17 sind sie beim VfB.

Der 20-Jährige spricht viel im Plural, wenn es um Fußball geht. Bisher gab es die beiden immer „im Paket“. Das Wir-Gefühl dominiert – Konkurrenzkampf gibt es nicht. Bis zum Sport-Abitur am Paul-Spiegel-Berufskolleg haben die Zwillinge auch neben Fußballplatz fast alles gemeinsam gemacht.

Jetzt studiert Alexander und will Wirtschaftsingenieur werden; sein Bruder macht eine Ausbildung zum Maschinenanlageführer. Sportlich haben sie dasselbe Ziel: Mit dem VfB Hüls möchten sie eine gute Rolle in der Bezirksliga spielen und nebenbei auch im Kreispokal gegen RW Deuten am Sonntag (15 Uhr, Badeweiher) positiv überraschen.

Beide müssen noch abgezockter werden

„Wir sind relativ schnell, zweikampfstark, haben eine gute Ausdauer und können umsetzen, was der Trainer als Matchplan vorgibt“, nennt Evgenij die Stärken. Arbeiten müssen er und Alexander an der Übersicht.

Gern wären sie so abgezockt wie Zlatan Ibrahimovic. „Er erzielt die schönsten Tore im internationalen Fußball. Außerdem gefällt mir seine arrogante Art.“ Dass Fußball-Fans, die mit Uwe Seeler und Bernard Dietz groß geworden sind, das Auftreten des schwedischen Superstars nicht immer gefällt, gesteht Evgenij gern ein.

Die Landesliga ist Ziel der Zwillinge, am liebsten mit Hüls. Dass ihr gemeinsamer Einsatz nicht nur den Gegner irritiert, kann vorteilhaft sein. Bei einem Schulturnier hätte Evgenij mit der zweiten Gelben Karte eigentlich vom Platz gemusst. „Der Schiedsrichter hat aber gedacht, er hätte zuvor Alexander verwarnt.“

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