Frauenfußball

Erst rein, dann wieder raus: Die Kreisliga startet ohne Schalke

Schalke 04 raus, SC Herten rein: Nach turbulenten Tagen steht auch der Spielplan in der Frauen-Kreisliga. Im Mittelpunkt der Aufregung: der FC Schalke 04.
Der SC Herten ist zurück im Spielbetrieb: Am Paschenberg wird wieder Frauenfußball gespielt. © Michael Steyski

Das ist dann wohl der Fluch der guten Tat: Da wollte sich der Fußballkreis Recklinghausen als guter Nachbar zeigen und Gelsenkirchen und dem FC Schalke 04 aus der Patsche helfen. Und was hat es gebracht? Vor allem Ärger. Am Wochenende zogen alle Beteiligten die Reißleine.

Als Schalke 04 beim Fußballkreis anfragte, eine Mannschaft in den hiesigen Spielbetrieb schicken zu dürfen, schaltete der die Ampel auf Grün. Aus gutem Grund: Die Zeiten, da der Frauenfußball an der Basis boomt, Jahr für Jahr neue Mannschaften gegründet werden, sind längst vorbei. Inzwischen ist jede Elf willkommen, um einen echten Spielbetrieb zu gewährleisten.

Schalkes „Erste“ steht auf der Matte

Allerdings ging man beim Fußballkreis Recklinghausen zunächst davon aus, Schalke 04 reagiere auf den Zuwachs in seiner vor einem Jahr gegründeten Abteilung und würde eine dritte Mannschaft melden.

Nur: Eine dritte Mannschaft gibt es bei den Königsblauen nicht. Und es kam auch nicht die „Zwote“. Stattdessen stand Schalke 1 auf der Matte des Fußballkreises Recklinghausen und wollte rein, wie der Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey berichtet: „Dass dies eine starke Mannschaft ist, davon ist auszugehen.“

Die Aufregung ist groß

Das Schalker B-Team sollte derweil weiter in Gelsenkirchen an den Start gehen. Vielen Klubs im Kreis stieß das sauer auf. In der Szene wurde geunkt: Ob da ein Verein versucht, mit zwei Mannschaften parallel aufzusteigen? Und das zu Lasten der Recklinghäuser Vereine?

Kreischef Hans-Otto Matthey räumt ein: „Die Aufregung in unseren Vereinen war groß.“ Vor allem bei den Klubs, die um den Aufstieg in die Bezirksliga mitspielen wollen.

Kein zweiter Aufstiegsplatz für Recklinghausen

Der Fußballkreis suchte die Wogen zu glätten. Zwischen Recklinghausen, Gelsenkirchen und Verband liefen die Drähte heiß. Der Fußballkreis Recklinghausen drängte beim westfälischen Fußballverband darauf, der Kreisliga einen zweiten Aufstiegsplatz zuzusprechen. Das aber mochte der FLVW nicht zusagen.

Der Kreis zog daraufhin Plan B: Schalke darf zwar mitspielen, aber vom Aufstieg bleibt die Mannschaft grundsätzlich ausgeschlossen. Das stieß bei den Königsblauen auf wenig Gegenliebe. Für den Fußballkreis der Punkt, die Diskussionen zu beenden. „Schalke ist raus“, teilte Matthey am Wochenende kurz und bündig mit.

SC Herten meldet sich zurück

Damit fehlt eine Mannschaft, mit der schon fest geplant wurde. Den Spielbetrieb der Kreisliga trifft das aber nicht. Obwohl Schalke ausgeschieden ist, geht die Staffel – so wie ursprünglich geplant – mit 14 Mannschaften an den Start. Der Grund: Der SC Herten meldet sich im Frauenfußball zurück und schickt zur neuen Saison wieder ein Team in den Spielbetrieb.

Am Sonntag, 29. August, gibt der Sportclub mit einem Heimspiel auf dem schicken neuen Kunstrasenplatz am Paschenberg: Um 11 Uhr eröffnen die Hertenerinnen gegen die Reserve von SuS Concordia Flaesheim die Saison. Damit können im Fußballkreis nun wirklich alle Vereine leben.

Alle Partien des ersten Spieltags in der Übersicht:

So startet die Frauen-Kreisliga Recklinghausen am Sonntag, 29. August, in die neue Saison:

SC Herten – SuS Concordia Flaesheim II

SSV Rhade 2 – FC Marl

DJK Spvgg. Herten II – Schwarz-Weiß Meckinghoven

SSV Rhade 3 – TuS Henrichenburg

FC Marbeck 58 II – VfB Hüls

BW Westf. Langenbochum – SC Reken

SV Schwarz-Weiß Lembeck – TSV Raesfeld

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